Wanted! Die Young Generation erfolgreich ansprechen!

Aufgrund der hohen Nachfrage zum Thema Young Generation schreiben wir gerne einen weiteren Blogbeitrag zu der jungen Generation. Im letzten Blogbeitrag sind wir bereits auf die Unterschiede der einzelnen Generationen eingegangen (Siehe Öffnet externen Link in neuem FensterLink ). Heute beschäftigen wir uns ausschließlich mit der Generation Z.

Wer ist denn nochmal genau die Generation Z?

Die Generation Z ist zwischen 1996 – 2010 geboren. Dieser Generation gehören 3 Millionen Menschen an. Zum Vergleich: die Generation Y hatte rund 8 Millionen. Sie wächst in einem hohen Wohlstand auf und hat eine verstärkte Wahrnehmung von Unsicherheit aufgrund der Globalisierung.

In den letzten 2 Jahren konnten wir viele Eindrücke mit und über die Generation Z erlangen und Sie bzgl. der Frage „Was ist dir bei deiner Ausbildung wichtig?“ interviewen. Die meisten Jugendlichen antworten mit folgenden Aussagen:

  • Spaß an der Arbeit und genügend Zeit für ihre Hobbies
  • sicherer Arbeitsplatz
  • gute Bezahlung
  • spannende und abwechslungsreiche Aufgaben
  • Begünstigungen durch den Arbeitgeber
  • gute Ausbildungsmöglichkeiten

Für die Unternehmen wird es immer schwerer geeignete Auszubildende für Ihren Betrieb zu finden. Wir befinden uns im starken demografischen Wandel und die Anzahl der Schulabgänger hat sich bereits in den vergangenen 10 Jahren im Münsterland um 18,46% verringert (lt. IHK Nordwestfalen). D.h. wir befinden uns bereits in einem Bewerbermarkt bei der Ausbildung. Des Weiteren werden bis 2030 ca. 70.000 Fachkräfte im Münsterland fehlen (lt. IHK Nordwestfalen) und diese müssen z.B. durch Azubis aufgefangen werden. Die Entwicklung jedoch zeigt, dass es nicht genügend Schulabgänger geben wird, sodass die Nachfrage an potentiellen Kandidaten zukünftig noch mehr steigen wird. Die Schüler haben dann die Qual der Wahl, sodass eine Direktansprache und ein "Bewerben" seitens der Unternehmen bei den Kandidaten über azubi-me nötig sein wird. Dann stellt sich nur noch die Frage, welcher Typ von Jugendlichen ist der Richtige für mein Unternehmen. Dieser Herausforderung gehen wir heute nach.


Vor Kurzem haben wir einen interessanten Vortrag von Öffnet externen Link in neuem FensterHerrn Dr. Christoph Schleer vom Öffnet externen Link in neuem FensterSINUS Institut gehört. Das Sinus Institut beschäftigt sich mit der Jungendforschung und hat sich mit den Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren beschäftigt. Auf diese Studie wollen wir heute sehr stark eingehen. In unseren Gesprächen mit Unternehmen merken wir immer öfter, dass bestimmte Typen von Jugendlichen für bestimmte Ausbildungsberufe gesucht werden, aber einfach nicht zu finden sind. Das SINUS- Institut hat die Jugendlichen in bestimmte Lebenswelten geclustert.

Quelle: Marc Calmbach, Silke Borgstedt, Inga Borchard, Peter Martin, Thomas Berthold, Bodo Flaig; Wie ticken Jugendliche 2016?; 2016

Aber warum ist dieser Ansatz hilfreich?

Mit diesem Ansatz können Einstellungen und Verhaltensweisen von jungen Menschen besser erklärt werden, als das mit den soziodemografischen Merkmalen, wie Geschlecht, Alter, Bildung usw. möglich ist. Als Beispiel wurden in diesem Vortrag Bill Kaulitz und Thomas Müller genannt bzw. verglichen. Beide sind soziodemografische Zwillinge.

https://www.dfb.de/datencenter/personen/thomas-mueller/spieler

https://www.promiflash.de/thema/bill-kaulitz

Beide sind 1989 in Deutschland geboren.
Beide sind jetzt schon sehr vermögend
Beide haben ihr Hobby zum Beruf gemacht
Beide haben einen hohen Bekanntheitsgrad

TROTZDEM unterscheiden sich ihre Lebenswelten stark voneinander. Sie haben einen unterschiedlichen Lebensstil und eine völlig verschiedene Grundeinstellung. Sie befinden sich in unterschiedlichen Sinus-Millieus.

Daher ist es für Unternehmen in der heutigen Zeit sehr viel wichtiger sich mit der Frage zu beschäftigen, Welchen „Typ“ von Jugendlichen will ich erreichen? Für Sie als Unternehmer bedeutet dies, dass Sie sich Gedanken über Lebensstile, Werte und soziale Lagen machen müssen.

Gehen wir einmal auf die einzelnen Lebenswelten ein

Konservativ-Bürgerliche, sind familien- und heimatorientiert. Sie sind sehr bodenständig mit einem Traditionsbewusstsein und einer Verantwortungsethik. Sie halten an der bewährten gesellschaftlichen Ordnung fest und betonen eher Selbstdisziplinierung als Selbstentfaltung. Sie haben eine geringe Lifestyle-Affinität und Konsumneigung und haben kein Interesse sich über Äußerlichkeiten zu profilieren. So beschreiben sie sich selbst: unauffällig, sozial, häuslich, heimatnah, gesellig, ruhig, erwachsen und vernünftig. Sie stellen die Erwachsenenwelt nicht in Frage, sondern versuchen schnell einen Platz darin zu finden. Sie wünschen sich eine plan- und berechenbare „Normalbiografie“. Ehe und Familie gelten als Grundpfeiler der Gesellschaft.

Adaptiv-Pragmatische, sind leistungs- und familienorientierte Jugendliche. Sie haben einen modernen Mainstream mit einer hohen Anpassungsbereitschaft. Sie sind sehr anpassungs- und kompromissbereit und orientieren sich stark am Machbaren. Sie versuchen ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu finden und sehen sich daher selbst als verantwortungsbewusste Bürger/-innen, die dem Staat später nicht auf der Tasche liegen wollen. Sie grenzen sich aber auch stark von Menschen mit geringer Leistungsbereitschaft ab und möchten in ihrem Leben viel erreichen. Ihre gesteckten Ziele setzen sie konsequent um.
Ziel: bürgerliche „Normalbiografie“ und Wohlstand, jedoch kein übertriebener Luxus.

Prekäre, hier handelt es sich um Jugendliche, die um Orientierung und Teilhabe bemüht sind mit schwierigen Startvoraussetzungen und „Durchbeißmentalität“. Die „Prekären“ haben die schwierigste Startvoraussetzungen für das Berufsleben (Bildungsferne, Erwerbslosigkeit, Einkommen an oder unterhalb der Armutsgrenze im Elternhaus etc.). Sie sind bemüht, die eigene Situation zu verbessern, jedoch ist die Angst vor geringen Teilhabemöglichkeiten sehr dominant. Sie haben eine geringe Affinität zum Lifestyle-Markt. Sie streben nach Zugehörigkeit und Anerkennung „auch mal etwas richtig gemacht zu haben“. Die Familie hat einen zentralen Stellenwert in ihrem Werteprofil. Die Gesellschaft nehmen sie als ungerecht und unfair war.

Materialistische Hedonisten, sind freizeit- & familienorientiert. Sie sind die Unterschicht mit ausgeprägten markenbewussten Konsumwünschen. Diese Jugendlichen sind stark konsum- und markenorientiert. Für sie sind wichtige Werte Harmonie, Zusammenhalt, Treue, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Anstand. Sie möchten Spaß und ein „gechilltes Leben“ haben. Für diese Jugendlichen sind Shoppen, Party, Geld und Urlaub die coolsten Sachen der Welt. Wichtig sind für sie Freunde, denn diese stehen für Fun und Action. Die Eltern und die Familie sind ein zentraler Bezugspunkt und stehen für Geborgenheit und Sicherheit. Sie orientieren sich klar am Mainstream.

Experimentalistische Hedonisten, das sind die spaß- & szeneorientierten Nonkonformisten mit Fokus auf Leben im Hier und Jetzt. Sie wollen sich ungehindert Selbstentfalten und möchten das Leben in vollen Zügen genießen, Grenzen überschreiten und Regeln brechen. Sie legen einen großen Wert auf kreative Gestaltungsmöglichkeiten und wollen Anders sein. Sie finden Routinen langweilig und wollen anecken und provozieren. Sie distanzieren sich stark vom Mainstream und lieben Subkulturelles. Zudem haben sie ein frühes Interesse an subkulturellem Nightlife sowie Konsum von Alkohol, Zigaretten und weichen Drogen. Freiräume werden stark bei den Eltern erkämpft, um ihre Freizeit unabhängig zu gestalten.

Sozialökologische, sind die nachhaltigkeits- und gemeinwohlorientierten Jugendlichen mit sozialkritischer Grundhaltung und Offenheit für alternative Lebensentwürfe. Ihre zentralen Pfeiler sind Demokratie, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Sie sind sehr altruistisch motiviert und am Gemeinwohl orientiert. Sie wollen andere von ihren Ansichten überzeugen. Dazu haben sie einen sehr hohen Anspruch an den eigenen Freundeskreis. Von materialistischen Werten distanzieren sie sich und üben Kritik an der Überflussgesellschaft. Diese Jugendlichen sind sehr bildungsaffin und haben auch den Wunsch nach Horizonterweiterung. Sie sind aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen und lehnen Rassismus ab.

Expeditive, sind die erfolgs- & lifestyleorientierten Networker auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen. Sie streben nach Balance zwischen Selbstverwirklichung, Selbständigkeit, Hedonismus auf der einen und Leistungswerten wie Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Fleiß auf der anderen Seite. Sie sind flexibel, mobil, pragmatisch und möchten ihren Erfahrungshorizont ständig erweitern. Diese Jugendlichen wollen nicht an-, sondern weiterkommen. Sie haben eine sehr geringen Autoritätsorientierung und beschreiben sich selbst so: urbane, kosmopolitische „Hipster“, interessant, einzigartig, eloquent, stilbewusst und stilsicher. Sie haben ein ausgeprägtes Marken- und Trendbewusstsein und sind sehr bildungsaffin.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen interessanten Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten der Generation Z geben konnten. Machen Sie sich bewusst, welche Werte ihr Unternehmen hat und welche Jugendlichen Sie suchen?
Beschäftigen Sie sich gerne mit diesen Themen, denn dann können Sie die Jugendlichen durch eine Direktansprache, vielleicht über azubi-me, viel besser erreichen, statt Anzeigen zu schalten, die sich auf soziodemografische Merkmale beziehen.

Ein Beispiel:

Sie suchen einen materialistischen Hedonisten für eine Ausbildung zum Bäcker?
Dann sollte im Fokus stehen, dass Ihnen die Mitarbeiter wichtig sind, die Spaß an der Arbeit haben und in die „Familie“ aufgenommen werden wollen. Botschaften wie „Ein Lächeln ist uns wichtiger, als eine gute Note“ sind für diese Zielgruppe eine sehr wichtige Botschaft.

Sprechen Sie uns dazu gerne an, wir unterstützen Sie gerne in der Formulierung, damit Sie Ihre Zielgruppe erreichen und nutzen Sie azubi-me, um Ihre passende Persönlichkeit zu finden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass jedes Unternehmen im Münsterland jeden offenen Ausbildungsberuf mit der passenden Persönlichkeit besetzt. Und dies geschieht mit einer schnellen und effektiven Direktansprache! Wir beraten und unterstützen Sie gerne. Rufen Sie einfach durch.