Ausbildung zum Technischen Systemplaner Alle Infos zur Ausbildung und der einfachste Weg zu deinem Traumjob

Das Wichtigste vorab!

  • Du musst dich für eine Fachrichtung entscheiden
  • Fachabitur ist wünschenswert
  • Die Ausbildungsdauer ist 3,5 Jahre, kann aber verkürzt werden
  • Deine Lieblingsfächer sind u.a. Mathe
  • Dein Verdienst liegt zwischen 973 € - 1061 € im Monat
  • Du hast sehr gute Übernahmemöglichkeiten nach deiner Ausbildung

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Fachoberschulreife

wochentags

3,5 Jahre

Was macht ein/e Technische/r Systemplaner/in?

Deine Hauptaufgabe ist die Erstellung von technischen Zeichnungen für Gebäuden und Anlagen. Bevor große Bauwerke, Heizungsanlagen oder Stromnetze entstehen müssen diese technischen Anlagen erst einmal genau geplant werden. Du lernst in deiner Ausbildung zum Technischen Systemplaner genau das. Früher hieß der Ausbildungsberuf noch technischer Zeichner und hat genaue Zeichnungen angelegt. Mittlerweile hat sich nicht nur die Berufsbezeichnung geändert, sondern auch die Hilfsmittel. Du wirst mit sogenannten CAD-Programmen am Computer arbeiten. Aber was bedeutet überhaupt CAD? CAD steht für Computer Aided Design. Damit kannst du bestimmte Bauvorhaben digital und in 3D-Form gestalten. 

Du bist die Schnittstelle zwischen Ingenieur und Architekt und Mechanikern und Installateuren. Ingenieure liefern die Ideen und die Mechaniker setzten diese in die Tat um. Aber ohne deine technischen Zeichnungen geht gar nichts. Du erstellst alle wichtigen Unterlangen und Zeichnungen, damit jeder weiß wo z.B. die Telefonleitung verlegt werden muss oder wie bestimmte Brücken aufgebaut werden müssen. Du kannst die unterschiedlichsten Dinge planen, daher ist es wichtig, dass du dir vorher Gedanken über deine Fachrichtung machst. Es gibt Ausbildungsbetriebe dich sich auf Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT), elektrotechnische Systeme (ETS) oder Stahl- und Metallbautechnik (SMT) spezialisiert haben.

Deine Arbeit fängt mit einer ersten 2D-Unterlage an, die du oft von den entsprechenden Architekten oder Ingenieuren erzählst. Diese Zeichnung passt du jetzt noch entsprechend an die Gegebenheiten des Gebäudes oder Betriebs an. Danach führst du erste Berechnungen durch und wählst passende Bauteile aus. Du beschriftest diese mit korrekten Maßen und Daten. Und schon hast du am Computer ein passendes 3D-Modell mit Detaildarstellungen, die den exakten Verlauf von Kabeln, Rohren oder Stahlträgern auf unterschiedlichen Perspektiven darstellen. Aus diesen Zeichnungen kann man dann entsprechende Bauanleitungen sowie Stücklisten und Arbeitsvorgaben ableiten, die du für Baustelle ausdruckst. 

Welche Aufgaben hast du genau als technischer Systemplaner?

Arbeiten mit CAD: Fertigung von Zeichnungen und Plänen von Bauteilen, Grundrissen, Modellen und Elementen mit spezieller 2D- und 3D-Software. Diese Pläne dienen den Monteuren als Basis für Ihre Abrieten.

Durchführung von Berechnungen: Du berechnest die exakte Größe einzelner Bauteile und bist für die korrekten Maßstäbe deiner Pläne verantwortlich.

Unterscheidung von Werkstoffen: Du musst die einzelnen Werkstoffe kennen und die richtigen Werkstoffe je nach Gebiet auswählen. 

Bestimmungen von Montagetechniken: Du musst bei deinen Zeichnungen immer berücksichtigen wie dein Plan vor Ort umgesetzt werden kann. Du hast immer ein Auge darauf, wo sich z.B. Türen und Fenster befinden usw.

Anfertigung von Stücklisten: Welche Menge wird für welchen Bauteil benötigt und muss entsprechend angeschafft werden. Diese Informationen werden in einer Stückliste festgehalten.

Welche Fachrichtungen gibt es für technische Systemplaner?

Kommen wir nochmal auf die unterschiedlichen Fachrichtungen des Technische Systemplaners zurück. Es gibt 3 drei Fachrichtungen in denen ausgebildet wird:

  1. Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT)
  2. Stahlbau- und Metallbautechnik (SMT)
  3. Elektrotechnische Systeme (ETS)

Du musst dich bevor du deine Ausbildung beginnst entscheiden, welche Fachrichtung du gerne machen willst. Denn alle stellen eine „eigene“ Ausbildung dar. Wir gehen kurz darauf ein, welche Fachrichtungen es gibt: 

Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT)

In dieser Fachrichtung bist du im Bereich der Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik zuständig. Du fertigst Zeichnungen für die Herstellung und/oder Montage von Anlagen an. Du sorgst mit deinen Zeichnungen dafür, dass sanitäre Einrichtungen mit Wasser versorgt werden oder ein Lüftungssystem angeschlossen ist.

Stahlbau- und Metallbautechnik (SMT)

In dieser Fachrichtung hast du sehr viel mit Stahl zu tun. Du bist für die Anfertigung von technischen Zeichnungen für die Herstellung und Montage von Stahl- und Metallkonstruktionen zuständig.

Elektrotechnische Systeme (ETS):

Deine Zeichnungen und Pläne dienen für die richtige Herstellung, Montage und dem Betrieb von technischen Einrichtungen sowie Elektroinstallationen. 

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Welche Voraussetzungen musst du mitbringen für eine Ausbildung als technische/-r Systemplaner/-in?

Rein theoretisch brauchst du als technischer Systemplaner keinen bestimmten Schulabschluss. Du könntest sogar deine Ausbildung ohne einen schulischen Abschluss machen. Jedoch haben die meisten Azubis einen Realschulabschluss oder sogar ein Abitur bzw. Fachabitur. Du hast auch Chancen mit einem Hauptschulabschluss. 

Du solltest darauf achten, dass du gute Noten in Mathe und Physik hast, denn diese wirst du in deiner Ausbildung gut gebrauchen. Mittlerweile ist es aber viel wichtiger, dass du bestimmte Stärken mitbringst. Sollten deine Noten als nicht so gut sein, dann mach doch einfach ein Video von dir und überzeuge direkt persönlich von deinen Stärken. Du solltest aufjedenfall gute analytische Fähigkeiten mitbringen. Wenn du zudem über eine hohe Eigeninitiative verfügten. Wichtig ist auch eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise, denn du bist für das Anfertigen von Zeichnungen nach Vorgabe verantwortlich.

Welcher Typ solltest du sein, um technischer Systemplaner zu werden?

Zum einen solltest Interesse und Verständnis für technische Zusammenhängen haben und zum anderen auch ein kleiner Wissenschaftler, der gerne Flächen und Maßstäbe berechnet. Und als drittes: brauchst du ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen

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Wie läuft deine Ausbildung zum technischen Systemplaner ab?

Deine Ausbildung zum technischen Systemplaner dauert in der Regel 3,5 Jahre und findet dual statt. Duale Ausbildung bedeutet, dass du sowohl Zeit in deinem Betrieb als auch in der Berufsschule verbringen wirst. Die Berufsschule kann entweder im Blockunterricht, d.h. mehrere Wochen am Stück oder an ein bis zwei Tagen in der Woche stattfinden. Im Betrieb lernst du alle praktischen Tätigkeiten des technischen Systemplaners kennen und übernimmst entsprechende Aufgaben. In der Berufsschule werden dir die theoretischen Kenntnisse vermittelt. Während deiner Ausbildung musst du ein Berichtsheft führen! Das Berichtsheft soll als Nachweis über deine erlangten Aufgaben und Tätigkeiten dienen. Dieses Berichtsheft wird in der Regel von deinem Ausbilder regelmäßig kontrolliert. 

Nach der Hälfte deiner Ausbildung musst du den ersten Teil deiner Abschlussprüfung ablegen. Diese Prüfung besteht aus 2 Teilen. Nach weiteren 1,5 Jahre findet dann der zweite Teil deiner Abschlussprüfung statt. Hast du beide Prüfungen erfolgreich bestanden, dann darfst du dich staatlich anerkannter Technischer Systemplaner nennen.

Im ersten Ausbildungsjahr werden alle drei Fachrichtungen noch zusammen Inhalte in der Berufsschule lernen. Es werden dementsprechend gemeinsame Qualifikationen unterrichtet wie z.B. Arbeitsrecht und rechnergestütztes Konstruieren. Erst ab dem zweiten Ausbildungsjahr geht es in die entsprechende fachspezifische Fachrichtung.

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Berufsschule ist bei diesem Ausbildungsberuf sehr praxisbezogenen. Es stehen einige CAD-Arbeitsplätze zur Verfügung. Dir stehen aber auch hydraulische Heizungsprüfstände oder Solar- und Vollklimaanlagen zur Verfügung. Dir werden aber auch Fächer wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde begegnen. 

1. Ausbildungsjahr

Hier hast du noch Unterricht mit anderen Systemplanern aus verschiedenen Fachrichtungen. Ihr lernt gemeinsam wie technische Systeme analysiert und erfasst werden. Es geht vor allem um die räumliche Darstellung und die Berechnungen von Längen, Flächen, Volumen, Winkeln, Masse und Dichte. Es werden aber auch Begriffe aus der Elektrotechnik unterrichtet. 

Ihr lernt wie Bauteile und Baugruppen computergestützt nach Vorgabe erstellt werden. Hier wirst du auch die CAD-Software zum ersten Mal kennenlernen. Mit der Hilfe der CAD-Software kannst du nicht nur Flächen und Volumen von Bauteilen und Räumen berechnen, sondern auch die Möglichkeit zur Montage prüfen. 

Du wirst lernen welche Auswirkungen bestimmte Verfahren und Werkstoffe haben. Es werden Bauteile mit Blick auf ihre Einsatzgebiete und unter Berücksichtigung bestimmter Eigenschaften konstruiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auftragsabwicklung. 

2. und 3. Ausbildungsjahr

Hier unterscheiden sich die jeweiligen Lerninhalte entsprechend der Schwerpunktsetzungen. Diese sehen wie folgt aus:

2. und 3. Jahr: Fachspezifischen Fähigkeiten

Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT)

In diesem Schwerpunkt lernst du wie man Wärmeverteilungsanlagen, Trinkwasserversorgungsanlagen sowie sanitäre Einrichtungen plant. Dieser Schwerpunkt wird dich im gesamten 2. Ausbildungsjahr begleiten. Wobei du im dritten Ausbildungsjahr dich mit Luftverteilungsanlagen und Energiezentralen beschäftigst. 

Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik (SMT)

In dieser Fachrichtung lernst du im zweiten Ausbildungsjahr die Planung und Konstruktion von Blechbauteilen, Stahltreppen und Absturzsicherungen. Danach folgt auch schon die Erstellung von technischen Ausführungsunterlagen für Stahlbaukonstruktionen. Du planst und konstruiert Leichtbau- und Metallbaukonstruktionen.

Fachrichtung Elektrotechnische Systeme (ETS)

Zuerst analysierst du im zweiten Ausbildungsjahr elektrotechnische Systeme. Du planst und stellst elektronische Installationen und energietechnische Anlagen dar. Du wählst entsprechende Antriebssysteme aus und planst gebäudetechnische Anlagen. 

Wie sehen deine Arbeitsbedingungen als technischer Systemplaner aus?

In deiner Ausbildung zum technischen Systemplaner arbeitest du hauptsächlich in Ingenieur- und Planungsbüros am Computer. Dein Büro kann je nach Vertiefung anders aussehen. In der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik wirst du eher in Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben der Gebäude- und Anlagentechnik arbeiten. Während du in der Fachrichtung Stahlbau- und Metallbautechnik eher in Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieb aus der Stahlbranche sitzt. Oft bist du aber auch auf Baustellen und überprüfst die Umsetzung deiner Pläne.

Kurzum, dein Einsatzort wird in einem Büro oder Baustelle sein. Aber die meiste Zeit sitzt du vor deinem Computer oder einem Zeichentisch. 

Du hast in der Ausbildung zum technischen Systemplaner sehr geregelte Arbeitszeiten. In der Regel Stunden und das wochentags, also von Montag bis Freitag. Es kann jedoch mal vorkommen, dass ein paar Überstunden anfallen, aber nur dann wenn ein dringendes Projekt erledigt werden muss.

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Was verdienst du in der Ausbildung zum/-r technischen Systemplaner/-in?

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (€/Monat)

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hast du als technischer Systemplaner?

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum technischen Systemplaner kannst du dich jederzeit weiterbilden. Du möchtest dich gerne in deiner Position verbessern und die Karriereleiter hoch klettern? Dann wäre der staatlich geprüfte Techniker doch bestimmt etwas für dich. Du vertiefst hier dein Fachwissen und lernst zudem neue Qualifikationen wie z.B. die Mitarbeiterführung.

Oder möchtest du lieber tiefere Kenntnisse auch im kaufmännischen Bereich sammeln. Dann wäre auch der geprüfte technische Betriebswirt etwas für dich. Hier kannst du zu gleichen Teilen technisch und kaufmännisch deine Qualifikation erweitern. 

Aber auch ein Studium könnte für dich interessant sein. Hast du die entsprechenden schulischen Voraussetzungen wie ein Fachabitur oder Abitur? Dann könntest du z.B. Architektur o.ä. studieren.

Wie du siehst stehen dir viele Möglichkeiten zur Verfügung.

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