Ausbildung zum technischen Konfektionär Alle Infos zur Ausbildung und der einfachste Weg zu deinem Traumjob

Das Wichtigste vorab!

  • Die deutsche Textilindustrie gehört technologisch zur Weltspitze
  • Ein Hauptschulabschluss wäre wünschenswert
  • Die Ausbildungsdauer ist 3 Jahre, kann aber verkürzt werden
  • Du magst Textilien
  • Dein Verdienst liegt zwischen 750 € - 875 € im Monat
  • Du kannst dich in diesen Beruf gut weiterbilden
  • Du hast sehr gute Übernahmemöglichkeiten nach deiner Ausbildung

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Hauptschulabschluss

wochentags, Schichtdienst

3 Jahre

Was macht ein/e technische/r Konfektionär/-in?

Als technischer Konfektionär fertigst du z.B. Markisen, Zelte, LKW-Planen, Schutz- und Wetterkleidung oder Gerüstverkleidungen an. Du lernst in deiner Ausbildung drei unterschiedliche Verarbeitungstechniken kennen: Nähen, Schweißen und Kleben. Es gibt nicht viele Unternehmen im Münsterland, die diesen Beruf ausbilden, daher bist du stark gefragt. Du kannst u.a. bei diesen Unternehmen hier im Münsterland deine Ausbildung absolvieren:

  • markilux GmbH & Co. KG in Emsdetten
  • Sattler Ceno Membrane GmbH in Greven
  • HUESKER Synthetic GmbH in Gescher
  • SAATI Deutschland GmbH in Raesfeld
  • F.O.S. Umwelt- und Filtertechnik Deutschland GmbH in Ahlen

Die Vielfalt der Artikel, die diese Unternehmen herstellen ist sehr groß und unterschiedlich, ebenso die Anforderung die an diese Produkte gestellt werden. 

Das sind deine Tätigkeiten

Technische Konfektionäre können nach der Ausbildung verschiedene Stoffe verarbeiten. Sie verarbeiten Textilien Werkstoffe zu technischer Konfektionsware wie z.B. Markisen oder Sonnenschirmen usw. 

Dein Tagesablauf sieht ungefähr so aus: Du stellst deinen PC an und erstellst erstmal technische Zeichnungen von dem Produkt welches du herstellen wird. Danach fertigst du entsprechende Schnittmuster an. Danach wählst du die entsprechenden textilen Werkstoffe aus, um mithilfe deiner Schnittmuster und den Werkstoffen die einzelnen Teile zu zuschneiden, die du später brauchst. Die ausgewählten Materialien werden dann mit Rund- und Stoffmessermaschinen oder sogar per Hand zugeschnitten. Danach geht es schon ans zusammensetzen der Teile. Dazu nutzt du die gelernten Verarbeitungstechnikern wie nähen, schweißen oder kleben. Dabei helfen dir Maschinen und Anlagen in den einzelnen Produktionsstufen z.B. Spezialnähmaschinen oder Schweißgeräte. Du bist selbstverständlich auch für die Überwachung der Maschinen zuständig.

Deine Arbeit besteht nicht nur daraus, Stoffe zusammenzunähen, sondern auch aus anderem Zubehör. Häufig müssen noch Zubehörteile wie Klett- oder Reißverschlüsse verarbeitet werden. Du verarbeitest aber auch z.B. Gurte, Ösen oder Seile. Denn die Produkte müssen auch irgendwie befestigt werden, ob es das Zelt im Boden ist oder die LKW Plane am LKW oder die Markise an der Hauswand. Du bist auch für die Qualitätssicherung zuständig. Oft bist du auch für die Montage mit verantwortlich und bringst die Markise direkt beim Kunden vor Ort an und überprüfst, ob alles entsprechend passt. 

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Welche Voraussetzungen musst du mitbringen für eine Ausbildung zum technischen Konfektionär?

Von den schulischen Voraussetzungen musst du keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen. Jedoch wünschen sich viele Unternehmen mindestens einen Hauptschulabschluss oder sogar einen Realschulabschluss. Wichtig sind aber auch die Eigenschaften und Interessen die du mitbringst:

  • Interesse an Textilien
  • Technisches Verständnis
  • Gutes Augenmaß
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Motorisches Geschick
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

Bringst du diese Voraussetzungen mit, dann hast du auch schon gute Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Hast du Fragen zum Vorstellungsgespräch, dann schau doch hier einmal vorbei. 

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Wie läuft deine Ausbildung zum technischen Konfektionär ab?

Die Ausbildung zum technischen Konfektionär ist eine dreijährige duale Ausbildung. Dual bedeutet, du verbringst sowohl Zeit im Betrieb als auch in der Berufsschule. Da dieser Ausbildungsberuf nicht weit verbreitet ist, wirst du oft im Blockunterricht (2-4 Wochen) an der Berufsschule sein. Deine Schule kann auch oft an einem anderen Ort als dein Ausbildungsbetrieb sein. Daher sprich mit deiner Personalabteilung über die Möglichkeiten. Du kannst deine Ausbildung bei entsprechenden Voraussetzungen auch verkürzen oder du verkürzt diese während deiner Ausbildung. 

So sieht es in der Berufsschule aus!

In der Berufsschule lernst du nicht nur die Planung und Fertigung sowie die Konfektionierung technischer Textilien, sondern auch die Grundlagen im Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde. Dir wird beigebracht wie du technische Zeichnungen liest und anfertigst und du lernst Näharbeiten. Du lernst die entsprechenden Werkzeuge kennen und lernst die verschieden Verarbeitungstechniken (Näh-, Schweiß-, und Klebetechniken). Das Fach Mathe wird dich in der Berufsschule auch begleiten, denn du musst später den Materialbedarf selber berechnen. 

So sieht es im Betrieb aus!

Hier kannst du dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Im ersten Ausbildungsjahr wirst du bei deinem Kollegen oft noch zuschauen und kannst dich zurechtfinden. Du wirst schnell eigenen Aufgaben selbständig erledigen. Du lernst Abläufe zu planen und vorzubereiten. Du lernst die eingesetzten Systeme und Programme im Unternehmen kennen und kannst schnell die ersten Schnittmuster anfertigen. Mit diesem Schnittmuster kannst du Stoffe entsprechend zuschneiden. Dann stehen auch schon die ersten Näharbeiten mit der Maschine an. Du lernst kleben, schweißen usw.. Die Wartung der Maschinen zählt auch zu deinem Aufgabenbereich

Deine Ausbildungsinhalte im Überblick

  • Eigenschaften von textilen Flächengebilden und Folien kennenlernen
  • Bedienung von Zuschneide- und Stanzvorrichtungen
  • Bestimmung von Werkstoffen nach Art und Struktur
  • Schnittmuster anfertigen
  • Technische Konfektionsware montieren
  • Qualitätskontrolle

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Was verdienst du in der Ausbildung zum technischen Konfektionär?

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (€/Monat)

Wie sehen deine Arbeitsbedingungen in der Ausbildung zum technischen Konfektionär aus?

Du kannst sowohl bei kleinen Handwerksunternehmen als auch bei Großkonzernen in der Textil- und Bekleidungsbranche anfangen. 

Du wirst hauptsächlich in der Produktion arbeiten. Es kann aber auch mal vorkommen, dass du dich um Reparaturen von Produkten beim Kunden kümmern musst. Für dich stehen dann Außentermine beim Kunden an. Daher solltest du auch etwas kommunikativ sein, damit du dich mit dem Kunden unterhalten kannst. 

Bei diesem Beruf ist auch entsprechende Schutzkleidung von Vorteil, diese bekommst du in der Regel von deinem Arbeitgeber gestellt. 

Fragen die Mama und Papa stellen könnten?

Hat die Textil- und Bekleidungsindustrie überhaupt noch Zukunft?

Die deutsche Textilindustrie gehört technologisch zur Weltspitze und ist einer der modernsten und leistungsfähigsten Wirtschaftszweige des Landes. Textile Komponenten spielen heute auch eine zentrale Rolle in Schlüsselindustrien wie der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Umwelt- und Medizintechnik sowie der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Was kann ich aus dem Beruf später einmal machen?

Eine berufliche Ausbildung ist der erste Schritt ins Berufsleben. Danach geht es weiter, beispielsweise als Industriemeister oder mit jeder Menge Lehrgänge, Kurse oder Seminare, um sich zu spezialisieren, z. B. Aufsichtsführung im Zeltbaubereich, technische Textilien, Schnitttechnik am Computer, Kunststoffkunde.

Quelle: go-textile.de

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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hast du?

Sobald du deine Ausbildung zum technischen Konfektionär bzw. technische Konfektionären erfolgreich beendet hast, stehen die viele Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. 

Du könntest deinen Industriemeister in der Fachrichtung Textilwirtschaft absolvieren, um so beruflich dich weiter zu entwickeln. Du kannst dann z.B. den Abteilungsleiter anstreben und trägst die Verantwortung für die Herstellung und Verarbeitung von Textilen. 

Interessierst du dich eher auf eine Spezialisierung auf Textilerzeugung? Dann kannst du eine Voll- oder Teilzeit Weiterbildung zum Techniker in der Fachrichtung Textiltechnik anstreben. Du arbeitest dann an der Produktion von Stoffen und Garnen. 

Du möchtest du Karriereleiter noch weiter hinauf? Dann solltest du dich mit dem technischen Fach- und Betriebswirt beschäftigen. Du übernimmst dann Aufgaben wie Angebote und Kostenvoranschläge zu erstellen, Aufträge von Kunden zu bearbeiten usw. Du bist für wichtige Abläufe im Unternehmen zuständig.

Oder du machst doch noch ein Studium. Hast du alle schulischen Voraussetzungen? Dann kann es auch schon an einer Fachhochschule oder Universität losgehen. Du kannst dann dein Studium im Bereich Textil- und Bekleidungstechnik beginnen. Danach stehen dir in vielen Bereichen die Türen offen. 

 

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