Ausbildung bzw. Lehre zum Maler und Lackierer (m/w) Alle Infos zur Ausbildung findest du hier!

Das Wichtigste vorab!

  • Es gibt 3 Fachrichtungen auf die du dich spezialisieren kannst
  • Es ist kein Schulabschluss zwingend nötig
  • Die Ausbildungsdauer ist 3 Jahre, kann aber verkürzt werden
  • Deine Stärken sollten im kreativen Bereich sein und du arbeitest gerne sorgfältig
  • Dein Verdienst liegt zwischen 600 € - 820 € im Monat
  • Du kannst dich in diesen Beruf gut weiterbilden
  • Du hast gute Übernahmemöglichkeiten nach deiner Ausbildung

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Hauptschulabschluss

wochentags

3 Jahre (Verkürzung möglich)

Was machst du in der Ausbildung bzw. Lehre zum Maler und Lackierer?

Tätigkeiten in der Ausbildung bzw. Lehre zum/-r Maler/-in und Lackierer/-in

Egal wer deine Hilfe bei einem Umzug und der Renovierung der neuen Wohnung braucht, du bist immer zur Stelle? Dir macht es Spaß zu tapezieren, streichen und lackieren? Dann ist eine Lehre zum Maler/-in und Lackierer/-in genau das Richtige. Diese Ausbildung ist in der Regel auf 3 Jahre angesetzt. Der Maler/-in und Lackierer/-ist mehr als ein Anstreicher. Neben dem klassischen Auftragen der Farbe gibt es noch viele weitere Aufgaben. Dieser Beruf ist einer der kreativsten und vielfältigsten Berufe des Handwerks. Zu deine Aufgaben zählen:

  • Kundenberatung: Bevor du mit deinen Maler- und Lackiertätigkeiten beginnen kannst, steht erst ein Kundenbesuch vor Ort an. Du misst aus, begutachtest und berätst
  • Planung: Nach der Kundenberatung geht es für dich an den Schreibtisch und deine Planung beginnt: Welches und wieviel Material wird benötigt, wie lange wird der Auftrag dauern und was kostet der ganze Spaß?
  • Vorbereitung: Der Kunde hat Ja gesagt und du kannst beginnen. Die Vorbereitung ist das A und O.
  • Maler- und Lackierarbeiten: Jetzt geht es los. Sobald du alle Arbeitsmaterialen da hast und die Vorbereitung abgeschlossen ist, kommt das Verschönern der Wände usw.
  • Ergebnis: Jetzt kannst du stolz auf dich sein und deine Arbeit von deinem Auftraggeber abnehmen lassen.

Es gibt 3 Fachrichtungen auf die du dich spezialisieren kannst: Gestaltung- und Instandhaltung, Bauten- und Korrosionsschutz und Kirchenmalerei und Denkmalpflege.

Gestaltung und Instandhaltung

Du bist eher der kreative Typ, dann ist die Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung genau das richtige für dich, denn dein Schwerpunkt liegt in der Verschönerung von Gebäuden. Hier kannst du Farbe bekennen, denn du gestaltet, beschichtest und verkleidest Innenwände, Gebäudefassaden Böden, Decken, Bauwerksteile aus Holz, Metall, Beton und Stein. Deine erlangten Kenntnisse der verschiedenen Maltechniken, Tapeten und Stuckelementen aus deiner Ausbildung finden hier Anwendung. Bevor du mit deiner Arbeit überhaupt los legen kannst, sprichst du mit deinem Kunden über seine Vorstellungen und Wünsche, am besten direkt vor Ort, damit du dir die Räume und/oder Objekte direkt ansehen kannst. Du berätst über die Umsetzbarkeit der Wünsche und regst (wenn nötig) Anregungen an. Abschließend einigt ihr euch über den Preis evtl. musst du vorab ein Angebot schreiben. Wenn alles geregelt ist, dann kann es losgehen. Jetzt heißt es: Farben anmischen, evtl. Schablonen anfertigen oder gießt schon einmal Stuckelemente. Der Kunde legt selbstverständlich einen großen Wert auf genaues und sauberes Arbeiten, daher heißt es für dich, wenn deine Arbeiten im Innenraum anstehen, Heizkörper, Fenster, Türen, Möbel usw. abkleben und mit Folie auslegen. Falls deine Arbeiten weit oben stattfinden, brauchst du noch ein Arbeitsgerüst welches vorab montiert und gesichert werden muss. Bevor du jetzt mit der Gestaltung anfangen kannst, müssen evtl. Tapeten oder Fußbodenbeläge abgerissen oder leichte Putzschäden ausgebessert werden. Erst dann kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und mit der Gestaltung beginnen.

Bauten- und Korrosionsschutz

Bei dieser Fachrichtung geht es nicht wirklich um das Verschönern von Bauten. Es geht eher darum, dass du Bauten aus Stahl und/oder Beton entrostest, Risse schließt und mit speziellen Beschichtungen wieder schließt. Gerade bei starken Witterungsverhältnissen ist es wichtig, dass z.B. Brücken, Häuser oder Mauern wetterbeständig sind, d.h. sie sind geschützt vor Rost, Rissen und Bruchstellen. Dies stellst du in dieser Fachrichtung sicher. Du bist dafür zuständig, Diagnosen zu den entsprechenden Schäden zu erstellen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Auch hier kann es sein, dass du vorab erst ein Angebot dem Kunden unterbreiten musst. Wenn ihr euch einig seid, dann kannst du mit deiner Arbeit beginnen. Zuerst steht hier wieder die Sicherung an erster Stelle. Du sicherst die Baustelle, baust dein Arbeitsgerüst auf und bringst alle wichtigen Werkzeuge mit. Sobald alles gesichert ist und alle Werkzeuge an der Baustelle sind, kannst du mit der Säuberung beginnen. Der alte Rost muss befreit werden und kleinere Schäden müssen ausgebessert werden. Danach kannst du mit dem Auftragen des Korrosionsschutzes auf Metallgegenständen beginnen. Flächen aus Beton werden imprägniert, beschichtet und versiegelt. 

Gebäude müssen vor Korrosion (Zerstörung des Materials) geschützt werden, dazu dienen spezielle Beschichtungsmethoden. Gerade an Baustellen ist die Arbeitssicherheit sehr sehr wichtig. Du musst dich immer gut auf Gerüsten absichern. Selbst die Arbeit mit Lacken und sonstigen Stoffen können gefährlich für die Schleimhäute werden, daher solltest du auch einen Mundschutz tragen. 

Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Dir gefallen historische Orte und du hast Fingerspitzengefühl? Dann solltest du dich für die Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege entscheiden. Du wirst nicht nur an Wänden und Decken arbeiten, sondern auch an Skulpturen und Denkmälern. Hier geht es hauptsächlich an die Sanierung und Restauration von historischen Gebäuden. Du sorgst dafür, dass alte Dinge wieder im neuen Glanz erscheinen. Du beschichtest, bemalst und versiegelst Wände, Decken, Fassaden und Wandmalereien. Du vergoldest und verzierst Ornamente und Statuen. Wie bei den anderen beiden Fachrichtungen wirst du auch hier Angebot an deine Auftraggeber schreiben müssen und berätst diese welche Restaurationsmaßnahmen man vornehmen kann. Danach kannst du mit deiner Arbeit beginnen. Du bemalst, spachtelst, lackierst, bürstest usw. und lässt alte und wertvolle Dinge wieder im neuen Glanz erstrahlen.

Arbeitsbedingungen in der Ausbildung

Wo arbeitet ein Maler

In der Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/in bist du an den unterschiedlichsten Orten am Arbeiten. Du kannst an Baustellen sowohl drinnen als auch draußen arbeiten. Ein weiterer Einsatzort kann hoch oben sein auf Gerüsten oder unten auf dem Boden. Es ist wichtig, dass du schwindelfrei bist. Manchmal ist aber auch dein Körper gefragt, denn bei Deckensanierungen oder Deckengemälden liegst du länger auf dem Rücken, daher ist eine körperliche Belastbarkeit und Gelenkigkeit wünschenswert.

 

Wie sind die Arbeitszeiten des Maler und Lackierers?

Die Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/-in erfolgt tagsüber zu betriebsüblichen Arbeitszeiten. Beginnt jedoch schon in den frühen Morgenstunden. In der Regel ist deine Arbeit noch samstags von Nöten! Es kommt immer darauf an, in welchen Bereichen du deine Ausbildung machst.

 

Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz ist ein wichtiges Thema bei deiner Lehr zum Maler/-in und Lackierer/-in. Gerade mit der Arbeit von Lacken sind Atemschutzmasken unerlässlich, um die Atemwege nicht zu verletzen. Auch die Arbeit mit Gerüsten und Arbeitsbühnen stellt eine Gefährdung da. Bevor du selber ein Gerüst aufbaust, solltest du eine gründliche Einweisung erhalten. Dein Ausbilder wird dir die entsprechen Vorschriften erklären.

 

Wie lange dauert die Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/-in?

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung bzw. Lehre zum Maler/-in und Lackierer/-in ist eine duale Ausbildung und dauert in der Regel 3 Jahre. Du verbringst sowohl Zeit in der Berufsschule und lernst da den theoretischen Teil als auch in deinem Malerbetrieb und lernst da die praktischen Handgriffe des Malerhandwerks. Die Berufsschule kann entweder als Block, immer mal wieder eine Woche am Stück oder einmal in der Woche an einem festen Tag.

Verkürzung der Ausbildung

Wenn du z.B. ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert hast, dann kannst du deine Ausbildung verkürzen. Das Berufsgrundbildungsjahr bietet Schulabgänger, die keine Lehrstelle gefunden haben, die Möglichkeit ein staatliches Ausbildungsjahr bzw. berufsvorbereitendes Jahr an einer Berufsschule zu absolvieren. Das Berufsgrundbildungsjahr nicht zu verwechseln mit dem Berufsvorbereitungsjahr, dieses dient als vorbereitendes Jahr und kann nicht angerechnet werden, jedoch bietet es vielen Schülern die Möglichkeit Ihren Hauptschulabschluss nach zu holen.

 

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Welche Voraussetzungen brauchst du als Maler und Lackierer?

 

Allgemeine Voraussetzungen

Wenn du dich für eine Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/in interessierst, dann solltest du unbedingt handwerkliches Geschick mitbringen. Grundsätzlich solltest du Spaß haben kreative arbeiten zu entrichten. Du hast großes Interesse an Gestaltung und Restauration? Dann ist diese Ausbildung genau das Richtige.

Schulabschluss (ohne Abschluss)?

Um eine Lehrstelle als Maler/-in und Lackierer/-in zu machen ist kein bestimmter Schulabschluss Voraussetzung. Eine Ausbildung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Abschluss möglich. Die meisten Schüler, die eine Ausbildung bzw. Lehre zum Maler/-in & Lackierer/-in beginnen haben jedoch einen Hauptschulabschluss und somit bessere Voraussetzungen als diejenigen die keinen haben. Je besser dein Schulabschluss desto bessere Chancen hast du für eine Lehrstelle zum Maler/-in eingestellt zu werden. 

Zudem hast du noch bessere Chancen einen Ausbildungsvertrag in der Tasche zu haben, wenn du gute Noten in den Schulfächern Werken/Technik und Chemie hast. Gute Mathenoten sind auch gerne gesehen, denn zu deinen baldigen Aufgaben gehört unter anderem auch das Berechnen von Materialmengen. Aber Noten sind nicht alles und sind keine strengen Voraussetzungen. Es ist viel wichtiger, dass du Spaß an den Tätigkeiten des Malers und Lackierers hast.

Deine Werkzeuge

Als Maler/-in & Lackierer/-in benötigst du das unterschiedlichste Werkezeuge. In der Regel hat dein Ausbildungsbetrieb alles vor Ort und du brauchst dir dein eigenes Werkzeug nicht anschaffen. Wenn du lieber mit deinem eigenen Werkzeug arbeiten willst, dann müsstest du dir dieses auch selber besorgen. Die Kosten müsstest du selber tragen, außer dein Ausbildungsbetrieb besorgt dir dieses gerne.

Deine Stärken

Da es sich bei einer Lehrstelle zum Maler/-in und Lackierer/in auch um eine künstlerische Ausbildung handelt, solltest du am besten ein kreativer Typ sein. Zusätzlich solltest du ein gutes Auge für Farben haben und handwerklich geschickt sein. Wenn du dazu noch freundlich und sympathisch bist und sorgfältig arbeitest, dann bist du der perfekte Kandidat für eine Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/-in.

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Was lernst du in der Ausbildung bzw. Lehre zum/-r Maler/-in und Lackierer/-in?

Was sind die Lerninhalte deiner Ausbildung bzw. Lehre?

Die Inhalte deiner schulischen Ausbildung variieren je nach deiner gewählten Vertiefungsrichtung. Jedoch werden die Schwerpunktthemen alle in der Berufsschule durchgenommen. Grundsätzlich bereitet die Berufsschule, dich auf deine praktischen Arbeiten in deinem Ausbildungsbetrieb vor. Du lernst spezielle Schutz- und Spezialbeschichtungen kennen. Des Weiteren erfährst du wie man bestimmte Arbeiten, wie z.B. Dämm-, Putz- und Montagearbeiten durchführt und was man dabei beachten muss.  Als weiteres wird dir beigebracht, wie und welche Maßnahmen du zum Korrosionsschutz und Bautenschutz ergreifen musst. 

Du hast aber auch Schulfächer wie Mathe, Chemie und Technik. Im Fach Mathe erlernst du Berechnungen wie man Mischverhältnisse und Maße richtig berechnet. Da du auch viel mit chemischen Substanzen arbeiten wirst, ist das Fach Chemie dafür da, dir die Kenntnisse über bestimmte chemische Reaktionen näher zu bringen. Denn jede Substanz reagiert auf einen bestimmten Untergrund anders. 

Im Fach Technik bzw. Werken lernst du dein wichtigstes Werkzeug kennen: Den Pinsel. Du lernst bestimmte Pinseltechniken, aber auch das Arbeiten mit Bürsten und anderen Werkzeugen bzw. Hilfsmitteln wie z.B. technische Zeichnungen anfertigen und lesen oder Skizzen und Pläne anfertigen.

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Was verdienst in der Ausbildung bzw. Lehre zum/-r Maler/-in und Lackierer/-in?

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (€/Monat)

Wie sind die Gehälter in der Branche im Vergleich?

Die Gehälter in der Branche sind ziemlich ähnlich. Ob Kirchmaler, Flugzeuglackierer, Fahrzeuglackierer oder Industrielackierer alle diese Ausbildungsberufe verdienen fast dasselbe. Das Gehalt liegt bei allen Berufen im ersten Lehrjahr zwischen 600 €/Monat und 670 €/Monat. Im zweiten Lehrjahr zwischen 660 €/Monat und 718 €/Monat und im dritten Lehrjahr zwischen 800 €/Monat und 818 €/Monat.

Urlaubsanspruch während deiner Ausbildung

Der Jahresurlaubsanspruch richtet sich für Auszubildende unter 16 Jahren nach den gesetzlichen Vorgaben des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Somit hast du (wenn du unter 16 Jahren bist) einen Urlaubsanspruch von 25 Arbeitstagen bzw. 30 Werktagen. Ab 16 Jahren steht dir ein Urlaubsanspruch von 23 Arbeitstagen bzw. 27 Werktagen zu. Alle unter 18-jährige haben einen Urlaubsanspruch von 21 Arbeitstagen bzw. 25 Werktagen und die über 18-jährigen haben leider nur noch einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Arbeitstagen bzw. 24 Werktagen. 

Jeder Arbeitgeber hat die Möglichkeit dir auch mehr Urlaub zu geben, dann gilt selbstverständlich der Anspruch, der für dich am besten ist. 

Ist dein Betrieb einem Tarifvertrag angeschlossen, dann hast du in der Regel auch mehr Urlaub als gesetzlich vorgeschrieben.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitstagen und Werktagen?

Arbeitstage: Ist dein Urlaubsanspruch in Arbeitstagen angegeben, musst du so viele Arbeitstage Urlaub nehmen, an denen du in der Regel arbeitest. Viele Azubis arbeiten nur von Montag – Freitag, daher müssten sie 5 Tage Urlaub für eine Woche nehmen. Arbeitest du von Monatg – Samstag, dann gilt für dich eine 6 Tage Woche, sodass du für eine Woche Urlaub auch 6 Arbeitstage Urlaub nehmen müsstest.

Werktage: Ist dein Urlaubsanspruch in Werktagen angegeben, dann gelten alle Tage von Montag – Samstag. Die Woche hat also 6 Werktage für dich. Auch wenn du nur von Montag – Freitag arbeitest. Um zu sehen wie viele Woche du Urlaub nehmen kannst, müsstest du deine Urlaubstage durch 6 teilen.

Wie hoch ist das Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld?

Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind immer freiwillige Leistungen des Ausbildungsbetriebs und müssen nicht unbedingt bezahlt werden. Unternehmen die einem Tarif angeschlossen sind, zahlen öfter diese zusätzlichen Leistungen. 

Urlaubsgeld:

Es gibt z.B. Unternehmen, die 15% der Ausbildungsvergütung als Urlaubsgeld zahlen. Als Beispiel: Du bist im 2. Lehrjahr und hast eine monatliche Vergütung in Höhe von 660 €/Monat, d.h. die erhältst ein Urlaubsgeld in Höhe von 99,00 €/brutto.

Weihnachtsgeld:

Es gibt Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern Ende November ein Weihnachtsgeld auszahlen. Dies liegt in der Regel zwischen 100 – 180 €. Abhängig von deiner Betriebszugehörigkeit und deinem Ausbildungsjahr. Diese Angaben können natürlich auch größer ausfallen, sind dann aber immer freiwillig.

Gibt es einen Rahmentarifvertrag?

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar und Umwelt kurz IG Bau ist die Gewerkschaft für Maler & Lackierer. Gemeinsam mit dem Bundesverband Farbe Gestaltung und Bautenschutz haben Sie sich für einen neuen Mindestlohn geeinigt. Die Aufgabe einer Gewerkschaft ist es sich für die Interessen seiner Mitglieder (Arbeitnehmer) einzusetzen und für z.B. bessere Löhne zu kämpfen. Möchtest du dich weiter über dieses Thema informieren, dann schau doch einfach Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Kosten der Ausbildung

In der Ausbildung bzw. der Lehre zum Maler/-in & Lackierer/-in entstehen dir keine zusätzlichen Kosten. Die Prüfungsgebühren usw. übernimmt dein Ausbildungsbetrieb für dich.

Gehalt nach deiner Ausbildung

Auch nach deiner Ausbildung ist dein Arbeitgeber an tariflichen Vorgaben gebunden. Für ausgebildete Maler & Lackierer gibt es bestimmte Mindestlöhne, die nicht unterschritten werden dürfen. Sobald dein Unternehmen in den alten Bundesländern ansässig ist, dann gilt der Mindestlohn von 12,60 €/Stunde. Ist dein Arbeitgeber in den neuen Bundesländern ansässig, dann erhältst du einen Mindestlohn von 10,00 €/Stunde. Eine Ausnahme stellt Berlin dar, auch dort erhältst du einen Mindestlohn von 12,0€/Stunde. Dies sind alles Mindestlöhne, d.h. dein Gehalt darf nicht darunter liegen. Jedoch kann dir dein Arbeitgeber immer mehr zahlen als der gesetzliche Mindestlohn. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei einem Maler & Lackierer liegt zwischen 1.700 €/Monat und 2.200 €/Monat brutto. Möchtest du mehr verdienen, dann solltest du dir jetzt über Weiterbildungen Gedanken machen, denn je mehr du in deine berufliche Zukunft investierst, desto mehr wirst du auch Verdienen.

 

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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hast du als Maler?

Spezialisierungen

Sobald du deine Ausbildung zum Maler/-in und Lackierer/-in erfolgreich abgeschlossen hast, stehen dir weitere Spezialisierungen zur Verfügung. Du kannst dich z.B. als Restaurateur spezialisieren, du bearbeitest dann alte Gebäude und Skulpturen, so dass Sie wieder wie neu aussehen ohne ihre ursprüngliche Form zu verändern. Möchtest du dich lieber auf den Innenraum spezialisieren und Wohnträume wahr werden lassen, dann solltest du eine Spezialisierung als „Maler und Tapezierer“ wählen. Du kannst dich auch auf dem Wärmeisolierer spezialisieren, denn dieser dämmt Gebäude und  hält die Räume warm. Du arbeitest lieber im Freien? Dann doch lieber der Betonsanierer? Du besserst Hochhäuser, Brücken und Tunnel aus. 

Weiterbildung zum staatlichen geprüften Techniker

Nach deine Ausbildung kannst du auch eine schulische Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker bzw. zum geprüften Farb- und Lacktechniker machen. Dies ist eine Aufstiegsweiterbildung und eine anerkannte Berufsbezeichnung, die nach einer erfolgreichen Prüfung an einer Technikerschule jeder tragen darf. Es gibt unterschiedliche Schwerpunkte für die du dich entscheiden kannst, von der Betriebstechnik, Gestaltung, Gestaltung und Denkmalpflege bis hin zur industriellen Beschichtungstechnik. Trotz der Spezialisierung wird dir ein breites Wissensspektrum vermittelt. Um diese Weiterbildung zu absolvieren, brauchst du einen Hauptschulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung zum Maler & Lackierer und ein Jahr Berufserfahrung. 

Bei dem Besuch einer Technikerschule musst du nicht mit einem Schulgeld rechnen. Die Kosten für Unterrichtsmaterialen fallen jedoch an. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit Meister-Bafög zu beantragen. Weitere Infos zu diesem Thema findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Diese Weiterbildung kannst du aber auch nebenberuflich absolvieren. 

Ziel der Weiterbildung ist es, sich beruflich weiterzuentwickeln und in neuen Tätigkeitsfeldern zu arbeiten wie z.B. in Unternehmen in der Lackindustrie oder Bauämtern. Oft stehen dieser Weiterbildung natürlich auch höhere Gehälter nach.

Weiterbildung zum Malermeister/-in Lackiermeister/-in

Möchtest du gerne nach deiner Ausbildung auch bald einen eigenen Betrieb führen, oder selbst Lehrlinge ausbilden? Dann solltest du dich für eine Weiterbildung zum/-r Malermeister/-in entscheiden. Zum Abschluss dieser Weiterbildung muss eine Meisterprüfung abgelegt werden. Die Weiterbildung dauert in der Regel 6-12 Monate in Vollzeit oder 2 Jahre in Teilzeit (neben dem Beruf).

Als ausgebildeter Malermeister/-in verfügst du über umfassende technische und kaufmännische Kenntnisse. Du bist hauptsächlich für die Sicherung der Arbeitsqualität zuständig. Du musst den Materialbedarf ermitteln als auch die Arbeit der Gesellen und der Auszubildenden überwachen.

Die Aufgaben eines Malermeisters im Überblick:

  • Anfertigung von Ausschreibungsunterlagen
  • Kalkulation der Angebote und Kostenvoranschlägen
  • Überwachung der termingerechten Arbeit, der Qualität  sowie der Kosten
  • Durchführung komplizierter Aufträge, Maler- oder Lackierarbeiten

Kosten einer Weiterbildung

Die Kosten für die Meisterprüfung bzw. Meisterlehrgang sind sehr unterschiedlich. In der Regel liegen die Kosten zwischen 6.000 und 9.000 €. Du solltest dir also die entsprechenden Kursangebote genau ansehen. Als Unterstützung kannst du auch Meister-Bafög beantragen. Alle Infos dazu findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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Gesellenprüfung und Zwischenprüfung

Vorbereitung

Eine Vorbereitung zu deiner Gesellenprüfung ist immer vorteilhaft, denn Prüfungen sind für viele Menschen eine unangenehme Situation. Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung. Hier ein paar Tipps:

  • So früh wie möglich deinen Prüfungsvorbereitungen anfangen, d.h. markiere dir bereits im Laufe deiner Ausbildung wichtige Lerninhalte, die du später für deine Prüfung brauchst
  • Prüfungsbeispiele üben
  • Konzentration fördern
  • Rechtzeitig vor Ort sein, damit kein Stress aufgebaut wird 

Gesellenprüfung

Deine Abschlussprüfung bzw. Gesellenprüfung besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Im praktischen Teil wirst du Arbeitsproben ausführen oder fertigst ein Prüfungsstück (Gesellenstück) an. Im theoretischen Teil musst du eine schriftliche Prüfung absolvieren, in dieser wird dein Wissensstand abgefragt. Es werden 4 Fächer abgefragt: Technologie, Technische Mathematik, Technisches Zeichnen und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Bevor du deine Gesellenprüfung machen kannst, musst du nach etwa der Hälfte deiner Ausbildung eine Zwischenprüfung absolvieren. Diese dient dazu, sich ein Bild von deinem aktuellen Kenntnisstand zu bekommen. Die Kosten für deine Prüfung übernimmt dein Ausbildungsbetrieb und ist für dich kostenlos.

Fragen und Aufgaben zur Gesellenprüfung

Es gibt zahlreiche Bücher, die dir für deine Gesellenprüfung helfen. Einen Link mit vielen Fragen und Antworten für deine Gesellenprüfung findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Studium

Wenn du mindestens Fachabitur und somit eine Hochschulzugangsbereichtung hast, dann ist auch ein Studium noch eine interessante Option für dich, um dich weiterzubilden. Diese Bachelor Studiengänge könnte für dich interessant sein:

  • Bachelor of Arts Innenarchitektur
  • Bachelor of Engineering Chemieingenieurwesen
  • Bachelor of Arts Konservierung und Restaurierung

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Wie gut sind deine Übernahmemöglichkeiten und Zukunftschancen?

Nach der Ausbildung 

Zurzeit ist die Arbeitssituation im Handwerk sehr gut. Gute Ausgebildete Maler-/in & Lackierer/-in sind immer gefragt und gesucht, sodass eine sehr gute Übernahmemöglichkeit besteht. Selbstverständlich setzt dein Arbeitgeber eine ordentliche Arbeitsweise voraus. Streng dich in deiner Ausbildung an und zeige dich von deiner Schokoladenseite, dann kann gar nichts schief gehen.

Interview und Erfahrungsbericht mit einem Azubi

"Maler ist ein super interessanter Beruf, warum sollte ich nicht Maler und Lackierer werden?" Jakob, 19 Jahre, Auszubildender als Maler und Lackierer

"Ich kann einfach nicht im Büro sitzen – ich mach’ lieber kreative Sachen." Sophia, 18 Jahre, Auszubildende als Malerin und Lackiererin

"Ich hab’ mir viele Handwerksberufe angeschaut – darunter auch Maler und Lackierer. Das hat mir am besten gefallen." Korbinian, 16 Jahre, Auszubildender als Maler und Lackierer

"Man hat einfach Spaß mit den Kollegen, man macht was, man sieht, was man tut und wenn die Kundschaft am Ende noch glücklich ist, gibt es in meinen Augen nichts Schöneres." Uli, 22 Jahre, Auszubildender als Maler und Lackierer

Erfahre hier mehr zum Thema Lehre zum Maler/-in und Lackierer/-in und schaue die Videos von Azubis an.

 

Das erwartet dich bei azubi-me

  • regionale Unternehmen finden dich und kommen auf dich zu
  • keine lästigen Bewerbungen schreiben
  • alles über dein Smartphone möglich
  • kostenloses Ausbildungsportal

Deine Bewerbung zur Ausbildung bzw. Lehre zum/-r Maler/-in und Lackierer/-in

Falls Unternehmen dich auf azubi-me ansprechen und noch eine Bewerbung von dir möchten, dann achte bitte auf folgendes:

  • Freundliches und gut formuliertes Anschreiben
  • Die Länge DIN A4 sollte dabei nicht überschritten werden
  • Nenne einen direkten Ansprechpartner, an den deine Bewerbung geht
  • Sag warum du dich für diese Ausbildung interessierst und warum genau du der oder die richtige Kandidat/-in bist
  • Weise auf deine Stärken hin

Dein Anschreiben darf keine Rechtschreibfehler enthalten. Ein Musteranschreiben findest du hier auf azubi-me.  Bitte beachte, dass du dieses noch auf dich personalisierst.

Leitet Herunterladen der Datei einHier findest du ein Muster!

Lebenslauf

Du erhältst einen Lebenslauf kostenlos und einfach bei der Profileingabe auf www.azubi-me.de. Dein Lebenslauf sollte in einer Tabelle einen strukturierten Überblick bieten, sodass dein evtl. zukünftiger Arbeitgeber schnell einen Überblick von dir machen kann. Fülle dein Profil einfach auf www.azubi-me.de sorgfältig aus und nutze diesen Lebenslauf für deine Bewerbungen. Bitte achte darauf, dass du entweder ein Bewerbungsfoto hochlädst oder ein schönes Selfie von dir machst. Achte darauf, dass deine Kontaktdaten eingetragen sind, damit man dich für ein Vorstellungsgespräch kontaktieren kann.

Welche Fragen stellst du im Vorstellungsgespräch und was ziehst du an?

Du hast es fast geschafft und bist zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Jetzt heißt es vorbereiten. Informiere dich über das Unternehmen. 

Mache dir Gedanken zu den Fragen: 

  • Warum wollen Sie Maler/Stuckateur werden?
  • Warum wollen Sie in diesem Betrieb arbeiten?
  • Mögen Sie körperliche Arbeit?
  • Können Sie sich vorstellen, auch mal im Büro zu sitzen?
  • Mögen Sie Arbeit im Freien?
  • Können Sie gut im Team arbeiten?
  • Sind Sie ein pünktlicher Mensch?
  • Sind Sie kommunikativ oder eher ein Einzelgänger?
  • Haben Sie schon mal etwas gestrichen oder lackiert?
  • Was machen Sie in Ihrer Freizeit gerne?
  • Was ist Ihr liebstes Schulfach?

Wichtig bei einem Vorstellungsgespräch ist immer: Sei höflich und ehrlich. Falls dir Fragen gestellt wurden und du hast keine Antwort auf diese Frage, dann sei offen und sage ruhig, dass du damit noch keine Berührungspunkte hast und diese Frage leider nicht beantworten kannst. 

Zusätzlich ist dein Auftreten wichtig! Sie passend und ordentlich gekleidet. Hemd, Krawatte und Anzug passen jetzt nicht zu diesem Ausbildungsberuf, aber du solltest trotzdem mit sauberer und ordentlicher Kleidung erscheinen. Zieh dich so an, wie du dich wohl fühlst und verkleide dich nicht.

Sei pünktlich, am besten sogar 15 Minuten früher, dass nimmt dir viel Stress und du bist viel ruhiger im Gespräch. Suche den Augenkontakt und spreche langsam und ruhig, dann kann nichts schief gehen. Eins ist sicher: der Arbeitgeber möchte dich Kennenlernen und nicht fertig machen. Viel Erfolg!