Ausbildung zum/-r Kraftfahrzeugmechaniker/-in Alle Infos zur Ausbildung und der einfachste Weg zu deinem Traumjob

Das Wichtigste vorab!

  • Ein Hauptschulabschluss ist wünschenswert
  • Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre
  • Deine Lieblingsfächer sind u.a. Mathe, Deutsch und Englisch
  • Du kannst im 3. Ausbildungsjahr deinen Schwerpunkt wäheln
  • Dein Verdienst liegt zwischen 701 € - 945 € im Monat
  • Du kannst dich in diesen Beruf gut weiterbilden
  • Du hast gute Übernahmemöglichkeiten nach deiner Ausbildung

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Hauptschulabschluss

werktags

3,5 Jahre

Was machst du in der Ausbildung zum/-r Kfz-Mechaniker/-in

Als Kfz-Mechatroniker kannst du viel bewegen. Gerade bei diesem Beruf stehen wichtige Entwicklungen wie z.B. Selbstfahrende Autos an. Du bist auch dafür zuständig, dass alle Kameras, Sensoren und Elektronik im Fahrzeug funktionieren. 

Du kennst dich daher nicht nur mit der ganzen Technik in den Fahrzeugen aus, sondern auch im kompletten Gebiet der Mechanik und Elektronik. In deiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kannst du dich unter fünf verschiedene Fachrichtungen spezialisieren. Diese Entscheidung kannst du jedoch auch noch während deiner Ausbildung fällen, denn erst im dritten Ausbildungsjahr musst du dich für eine Fachrichtung entscheiden:

  • Nutzfahrzeugtechnik: In diesem Bereich spezialisiert du auf die großen Brummis der Straße wie Busse, LKWs oder aber auch Baufahrzeuge
  • Karosserietechnik
  • Personenkraftwagentechnik
  • System- und Hochvolttechnik
  • Motorradtechnik: Bei diesem Schwerpunkt spezialisierst du dich vor allem auf den Bereich Motorrad und Krafträder. Deine Aufgaben befassen hauptsächlich die Reparatur und Wartung

Was machst du eigentlich alles in deiner Lehre zum Kfz-Mechatroniker?

Einer deiner Hauptaufgaben ist das warten von Pkws bzw. Fahrzeugen. Du machst dir erstmal einen ersten Eindruck vom Zustand des Gefährts. Ist es noch fahrtüchtig? Gibt es Schäden an der Karosserie oder beim Glas? Du machst einen kompletten Check beim Fahrzeug. Bei der Wartung musst du aber auch genaue Vorgaben des Herstellers beachten. Diese sind protokolliert und werden von dir abgearbeitet. Viele Fehler in einem Fahrzeug kannst du bereits mithilfe von elektronischen Diagnose- und Testsystemen auslesen und bearbeiten. 

Nach der Wartung steht die Reparatur an. Du hast bei deinem Check Fehler oder Schäden festgestellt? Dann ist es jetzt deine Aufgabe, diese auch zu heben. Es gibt unterschiedliche Schäden, entweder stellst du einfach nur kleinere Schäden in der Karosserie fest, dann kannst du diese Dellen ausbessern und das Auto wieder wie neu erscheinen lassen oder es ist etwas größeres und du musst entsprechende Einzelteile austauschen. Bei größeren Schäden müssen oft ganze Einzelteile ausgetauscht werden, da reicht eine Reparatur gar nicht mehr aus. Das geht zwar oft schneller, aber dafür ist es für den Kunden auch teurer. Daher ist das Kundengespräch auch eine wichtige Aufgabe in deiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker. Es ist wichtig, dass du dem Kunden erklären kannst warum eine Reparatur nicht ausreicht und Einzelteile benötigt werden. Ein weiteres wichtiges Gespräch steht immer dann mit dem Kunden an, wenn während des Kundenauftrags weitere Mängel festgestellt werden. Dann wird von dir der Kunde informiert und du lässt dir bestätigen, dass dieser Mangel direkt mit gemacht werden soll.

Das Auto wird von den meisten Besitzern gehegt und gepflegt und wird oft zur Inspektion in die Werkstatt gebracht. Deine Aufgabe ist es, diese Inspektionen durchzuführen. Ist alles in bester Ordnung mit dem Fahrzeug oder nicht? Falls nicht, dann sprichst du wieder mit dem Kunden und führst entsprechende Reparaturen für die Instandhaltung durch. Es werden Filter und Motorenöl gewechselt. 

Deine Aufgaben nochmal im Überblick:

  • Wartung von Fahrzeugen
  • Reparatur von Fahrzeugen
  • Inspektion durchführen
  • Kundengespräche

Welche Perspektiven hast du als Kfz-Mechatroniker?

Du stellst dir die Frage warum du Kfz-Mechatroniker werden solltest? Dieser Ausbildungsberuf ist einer der beliebtesten in Deutschland und steht dazu auch sehr viele freie Stellen hier im Münsterland zur Verfügung. Die Technik entwickelt sich immer weiter und gerade im Bereich der Autoindustrie wird es nie langweilig. Deine Tätigkeitsbereiche werden immer größer und die Autos immer komplexer. Ein weiterer Vorteil bei diesem Ausbildungsberuf ist, dass du tolle Weiterentwicklungsmöglichkeiten hast. Du kannst dich bis zum Meister hocharbeiten. Dazu mehr im Bereich Weiterbildung. Hier einmal unnützes Wissen über den Kfz-Mechatroniker: Lediglich 2% aller Auszubildenden als Kfz-Mechatroniker sind weiblich! Also Mädels! Wo seid ihr?

Bist du ein Mann oder eine Frau die gut mit Werkzeug umgehen kann und ein Geschick im Handwerk mitbringt? Dann bist du schon gut geeignet. Hast du dazu noch ein technisches Verständnis für Elektronik, dann wirst du immer interessanter für ein Ausbildungsbetrieb. Zusätzlich bist du auch noch ein Macher und kannst richtig anpacken? Dann bist du ein Traumkandidat für jede Werkstatt.

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Wie sieht dein Arbeitsumfeld in deiner Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker aus?

Dir sollte klar sein, dass dieser Beruf nichts für Saubermänner oder Sauberfrauen ist. In einer Werkstatt wird es laut und dreckig sein. Eine Kleiderordnung ist wichtig, dies solltest du nicht vergessen! Einen Blaumann! Dieser ist nicht nur robuster, bietet dazu sogar noch Platz für einzelnes Werkzeug. Du brauchst geschickte Hände, die du noch nicht mehr pflegen musst, denn schwarze Finger sind vorprogrammiert. Du siehst dich also nicht im feinsten Zwirn in einer Bank sitzen? Du möchtest dich dreckig machen? Dann ist dieser Beruf genau der richtig. Denn du wirst ölverschmiert an einem dicken Audi rum schrauben oder mit dem Schweißgerät eine Klapperkiste zusammenhalten.

Wo kannst du überall deine Ausbildung beginnen?

Deine Ausbildung als Kfz-Mechatroniker machst du meistens in Autowerkstätten. Interessieren dich evtl. bestimmte Marken oder Modelle? Dann solltest du dich in der entsprechenden Fachwerkstatt bewerben. Du kannst dich aber auch in Fertigungshallen bewerben, dann arbeitest du direkt an der Herstellung der einzelnen Fahrzeuge mit. Ein weiterer Einsatzort sind Kfz-Hersteller. Hier kannst du auch mal direkt im Verkaufsraum Aufgaben übernehmen.

Deine Arbeitszeit als Kfz-Mechatroniker

Deine Arbeitszeit in deiner Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker liegt höchstens bei 40 Wochenstunden. Arbeitest du mehr, dann sind dies Überstunden und diese müssen dir abgerechnet werden oder mit Freizeit abgegolten werden. Deine Arbeitszeiten sind werktags, d.h. du könntest auch an einem Samstag arbeiten. Jedoch ist Schichtdienst eher selten. In der Regel hast du sehr feste Arbeitszeiten und Dienstreisen kommen fast gar nicht auf dich zu.

Was verdienst du in der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker/-in?

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (€/Monat)

Welche Voraussetzungen solltest du für eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker mitbringen?

Du brauchst keinen bestimmten Abschluss, um diese Ausbildung zu beginnen. Du könntest sogar ohne Schulabschluss anfangen. Jedoch hat jeder Kandidat, der mindestens einen Hauptschulabschluss hat, bessere Chancen genommen zu werden. Daher solltest du dich in der Schule anstrengen, um einen Abschluss vorweisen zu können. Je besser dein Schulabschluss, umso besser sind deine Aussichten genommen zu werden.

 

Welche Schulfächer sind wichtig

Du solltest gerne Mathe machen, eine gute Note in diesem Fach wäre grandios. Zusätzlich legen Arbeitgeber auch auf Deutsch und Englisch wert! Jedoch sind deine handwerklichen Fähigkeiten viel viel wichtiger. Bringst du demnach ein handwerklich-technisches Geschickt mit? Bist genau und sorgfältig? Dann hast du schon gute Chancen. Grundsätzlich ist wichtig, dass du viel lernen willst und neugierig auf neue Aufgaben bist.

Wie sieht die Ausbildung in der Berufsschule aus? 

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist eine duale Ausbildung und findet somit in deinem Betrieb und in der Berufsschule statt. Meistens findet die Schule an festen Tagen in der Woche statt oder aber im Blockunterreicht. 

In der Berufsschule lernst du die ganze Theorie und kannst diese dann in der Werkstatt umsetzen. 

Deine Ausbildung dauert 3,5 Jahre und in jedem Jahr lernst du dazu. In den letzten 1,5 Jahren musst du deinen Schwerpunkt wählen, denn dann unterscheiden sich die entsprechenden Lerninhalte.

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr lernst du u.a. wie man Funktionsstörungen in einem Fahrzeug identifiziert und beseitigt. Du lernst wie man Störungen bei den unterschiedlichen Fahrzeugmodellen erkennt und wie du diese auch beheben kannst. Dazu ist es wichtig, dass du dich mit den entsprechenden Systemen auskennst. Diese Testsysteme helfen dir wichtige Fehler auszulesen und dir richtige Lösung zu finden. 

Du lernst aber auch wie man Schäden am Fahrzeug oder an der Karosserie analysiert und repariert. Dies wird nämlich auch einer deiner wichtigsten Aufgaben sein. 

Im dritten und vierten Ausbildungsjahr lernst du wie man Systeme und Komponenten aus-, um- und nachrüstest. Es gibt viele Verschleißteile an einem Fahrzeug, die erneuert werden müssen, wie z.B. die Bremsen. In der Berufsschule lernst du wie diese Ersatzteile ausgebaut und eingebaut werden. Manchmal musst du aber auch nur kleinere Einzelteile nachrüsten.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Elektronik. Gerade in Autos findet man viele elektronische Systeme, die nicht mehr wegzudenken sind. Deswegen lernst du viel über Elektronik und Elektrik. Wie funktionieren Schaltpläne und wofür sind diese da? Wie funktionieren Lichtanlagen?

Du lernst aber auch den Umgang mit dem Kunden. 

Du lernst wie man Aufträge annimmt, schreibt und verarbeitet. Du lernst wichtige Kunden evtl. sogar auch kleinere Verkaufsgespräche. 

Wie sieht deine Ausbildung dann in der Praxis aus?

Im ersten Lehrjahr wirst du deinem Kfz-Meister noch viel über die Schulter gucken. Du darfst aber recht früh auch schon die ersten Reifen wechseln. Sobald du die ersten Wochen auch in der Schule verbracht hast, kannst du auch immer mehr übernehmen und ehe du dich versiehst kannst du schon komplexere Aufgaben übernehmen, wie z.B. aus auslesen von Fehlern. Wichtig bei diesen Aufgaben ist es, dass du lernst wie diese Testsysteme richtig bedient werden und wie du die Ergebnisse liest und interpretierst und prüfst. Diese Systeme helfen dir um eine richtige Diagnose von Störungen zu stellen. Dies besprichst du am Anfang noch alles mit deinem Kfz-Meister. Du lernst aber auch immer mehr die Grundlagen vom Montieren, Demontieren, Reparieren von Bauteilen und kannst diese schon bald selbst umsetzen. Danach stehen schon wichtige Aufgaben wie Inspektion und Wartung an. Dann steht aber auch der erste Teil deiner Gesellenprüfung an. Im letzten Lehrjahr werden die Kenntnisse vertieft und du lernst die Tätigkeiten aus deinem entsprechenden Schwerpunkt. Nach 3,5 Jahren darfst du dann deinen zweiten Teil der Gesellenprüfung ablegen und kannst deine Ausbildung beenden.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich nach meiner Ausbildung?

Nach deiner Ausbildung hast du viele Möglichkeiten einer Weiterbildung. 

Du kannst als Kfz-Servicetechniker beginnen. Diese Weiterbildung kannst du sogar auch schon in deinem letzten Ausbildungsjahr beginnen oder direkt nach deinem Abschluss. Hier kannst du fachlich in den Themen Diagnose, Inspektion, Instandhaltung und Instandsetzung entwickeln. 

Eine weitere Möglichkeit wäre der Automobil-Serviceberater. Der Serviceberater ist die Schnittstelle zwischen Werkstatt und Kunden. Du kannst dem Kunden in einfachen Sätzen erklären was gemacht werden musst. Bist für die Kostenvoranschläge und die Terminierung verantwortlich.

Vielleicht hast du aber auch schon mal an den Automobilverkäufer gedacht? Auch diese Möglichkeit hast du. Bist du kommunikativ und arbeitest gerne mit dem Kunden? Dann wärst du hier genau der/die Richtige. Du bist hauptsächliche für die Beratung und dem Verkauf eines Neu- oder Gebrauchtwagen zuständig. 

Du kannst dich aber auch zum Techniker weiterentwickeln. Da stehen dir mehrere Fachrichtungen zur Verfügung:

  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Elektromobilität
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Kraftfahrzeugtechnik
  • staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Maschinentechnik

Du kannst aber auch ein Studium, wenn die schulischen Voraussetzungen stimmen beginnen, oder du machst deine Meisterprüfung. 

Wie du siehst, hast du viele Möglichkeiten.

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