Ausbildung zum Altenpfleger/-in Alle Infos zur Ausbildung und der einfachste Weg zu deinem Traumjob

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Mittlere Reife

Schichtdienst

3 Jahre

Was machst du in der Altenpflegerausbildung?

Grundsätzlich gibt es in der professionellen Altenpflege folgende Bereiche:

  • Unterstützung im Alltag
  • Beratung in der Pflege
  • Dokumentation der Pflege
  • Grundpflege
  • Gestaltung der Freizeitmöglichkeiten

 

Tätigkeiten in der Ausbildung zum Altenpfleger

 

Allgemeine Tätigkeiten in der Ausbildung zum Altenpfleger

In der Ausbildung zum Altenpfleger übernimmst du eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft, denn du hilfst alten und hilfsbedürftigen Menschen im Alltag zurecht zu finden. Einfühlungsvermögen, Respekt und Zuverlässigkeit solltest Du mitbringen, wenn du dich für eine Ausbildung zum Altenpfleger interessierst. Denn das sind die Eigenschaften, die du brauchst, um mit alten und oft pflegebedürftigen Menschen umzugehen. Du kannst dich sowohl im Krankenhaus, in der Reha-Klinik, im Altenwohnheim als auch Zuhause um die Senioren kümmern und Ihnen bei Ihren täglichen Aufgaben unterstützen.

 

Medizinische Tätigkeiten in der Ausbildung zum Altenpfleger

Dein Arbeitsalltag beginnt am Morgen gleich damit, dass Du den Senioren beim Aufstehen und Anziehen hilfst, bei der täglichen Pflege und Hygiene sowie beim Einnehmen der Mahlzeiten. Auch das Achtgeben auf die richtige Einnahme der Medikamente gehört dazu. Aber auch ein bisschen medizinisches Wissen ist gefragt, denn die Dokumentation der Krankenakte und die Rücksprache mit den Ärzten gehören zu deinen Aufgaben. Es ist wichtig, dass du deine Senioren überwachst die täglich Ihre Medikamente einnehmen müssen. Unter Anderem wirst du bei deinen Senioren Blutdruck messen, evtl. Verbände wechseln, Blutzucker messen usw.. Du stellst sicher, dass die medizinische Vorsorge bei deinen Senioren gewährleistet ist. 

 

Organisatorische Tätigkeiten in der Altenpflege

Du organisierst und strukturierst den Tag, denn viele alte Menschen sind durch mentale Krankheiten dazu selber nicht mehr fähig. Hier ist Mitdenken und ein wenig Organisationstalent gefragt. Nach diesen Aufgaben hast du die Zeit, um mit den Senioren tolle Freizeitmöglichkeiten zu gestalten, wie z.B. Gymnastikübungen, Lesekreis, Bastelgruppe, Spielnachmittage oder einfach nur mit Ihnen zu quatschen.

 

Zwischenmenschliche Tätigkeiten in der Altenpflege

Diese Ausbildung bringt viele zwischenmenschliche Vorteile für dich mit, denn du genießt eine hohe Anerkennung in der Gesellschaft, du nimmst viele Erfahrungen und Erkenntnisse deiner Senioren mit und hast Zeit mit Ihnen in der Vergangenheit zu schwelgen. Zudem wirst du eine wichtige Person im Leben deiner Senioren. Sie gewinnen Vertrauen zu dir und schämen sich nicht, wenn du Ihnen beim Zähneputzen, beim An- und Ausziehen,  oder beim Essen hilfst. Du spendest Trost und hast offene Ohren für Sorgen und Ängste, denn du bist auch ein wichtiger Wegbegleiter auf dem letzten Lebensabschnitt. 

 

Warum solltest du eine Ausbildung in der Altenpflege machen?

Du bist die Person, die den älteren Menschen den Sinn des Lebens zurückgeben kannst, denn viele Senioren sind vereinsamt, fühlen sich alleine und isoliert. Durch dein Dasein schenkst du deinen Senioren Mut, Wertschätzung und Freude am Leben. Du versuchst durch therapeutische Übungen wie z.B. Atemübungen und Bewegungsübungen den Gesundheitszustand zu verbessern. Sei dir bewusst, dass du nicht nur einen Bewohner betreust und immer die Zeit hast, deine Aufmerksamkeit einer Person zu widmen. Daher solltest du die Angehörigen mit ins Boot nehmen und Ihnen die Wichtigkeit von Nähe und Zeit ans Herz legen.

Fühlst dich angesprochen, dann ist dies schon eine gute Voraussetzung eine Ausbildung zum Altenpfleger zu beginnen. Die Ausbildung zum Altenpfleger hat Zukunft und Perspektive, da die Menschen in Deutschland immer älter werden und auf deine Hilfe angewiesen sein werden.

 

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Arbeitsbedingungen in der Ausbildung

 

mobil, stationär oder ambulant

Bei der Ausbildung zum Altenpfleger handelt es sich um eine schulische Ausbildung. Den theoretischen Teil (theoretischer und fachpraktischer Unterricht) erlernst du in einer Altenpflegeschule. Meistens hat dein Träger bereits mit einer der Altenpflegeschule einen Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit regelt. Den praktischen Teil deiner Ausbildung kannst du in einem Heim (§1 Heimgesetz), einer stationären Einrichtung (§71 Abs. 2 SGB XI) oder einer ambulanten Einrichtung (§71 Abs. 1 SGB XI) erlernen. Selbstverständlich kannst du auch deinen praktischen Teil in einem mobilen Pflegedienst erlangen.

Bei den jeweiligen Einrichtungen unterscheidet man zwischen Heim, stationärer oder ambulanter Einrichtung. Bei einem Heim oder einer stationären Einrichtung wohnen die Senioren gemeinsam in einem Altenwohnheim, Altenheim oder Pflegeheim, indem du eingesetzt bist und deine Senioren betreust. Bei der ambulanten Pflege betreust du die Senioren in deren zuhause, daher ist es von Vorteil, wenn du in der ambulanten Pflege einen Führerschein besitzt.

 

Schichtbetrieb

Schichtbetrieb bedeutet, dass deine Tätigkeit in unterschiedlichen und wechselnden Arbeitszeitblöcken stattfindet. Das bedeutet es kann z.B. eine Frühschicht, eine Spätschicht und eine Nachtschicht geben (jeweils 8 Stunden). Eine Nachtschicht ist grundsätzlich lt. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung nicht vorgesehen, jedoch ist es für dich sinnvoll, auch die Tätigkeiten in diesem Dienst kennenzulernen. Auch Wochenenddienste können ausnahmsweise anfallen. Solange du unter 18 Jahre alt bist, darfst du nicht nach 20 Uhr arbeiten, es sei denn du bist in einem Schichtbetrieb tätig. Dann gilt: über 16-jährige dürfen nur bis 23 Uhr arbeiten. Die 40 Stunden/Woche dürfen nicht überschritten werden.

 

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer in der Ausbildung zum Altenpfleger beträgt grundsätzlich 3 Jahre. Die Ausbildung erfolgt im Wechsel von Theorie (Unterricht) und Praxisteilen.

 
verkürzte Ausbildung

Es besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen die Ausbildungsdauer zu verkürzen. Zum einen kannst du deine Ausbildung bereits bei Vertragsabschluss oder während deiner Ausbildung unter folgenden Voraussetzungen verkürzen:

  • § 7 BBiG Anrechnung beruflicher Vorbildung auf die Ausbildungszeit
  • § 8 BBiG Abkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit
  • § 45 BBiG Zulassung in besonderen Fällen
  • Wichtige Informationen findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier
 
Probezeit während deiner Ausbildung zum Altenpfleger

Die Probezeit beträgt lt. § 20 Berufsbildungsgesetz in deiner Ausbildung mindestens 1 Monat, höchstens aber 4 Monate. Die Probezeit dient dir und deinem neuen Arbeitgeber dazu, sich gegenseitig kennenzulernen. In dieser Zeit kannst du überlegen, ob du dich wohlfühlst oder lieber etwas anderes machen möchtest, aber auch der Arbeitgeber kann sich in dieser Zeit Gedanken über deine Fähigkeiten und Leistungen machen. Grundsätzlich kann deine Probezeit auch verkürzt werden, weil du evtl. bereits ein Praktikum absolviert hast. Die Probezeit kann sich in Ausnahmefällen aber auch verlängern, z.B. bei längerer Krankheit oder Abwesenheit.

 
Unterschied zwischen Altenpfleger und Altenpflegehelfer

Die Ausbildung zum Altenpflegehelfer dauert nur 1 Jahr, wohingegen die Ausbildung zum Altenpfleger in der Regel 3 Jahre dauert. Natürlich lernst du in der Ausbildung zum Altenpfleger wesentlich mehr Inhalte und Verantwortung in der täglichen Arbeit z.B. Verwaltung, Pflegeplanung und medizinische Versorgung usw.. Der Altenpflegehelfer wird später dem Altenpfleger in seiner Arbeit unterstützen. Er kann in seiner 1-jährigen Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen seine Ausbildung um weitere 2 Jahre verlängern, um somit einen Abschluss als Altenpfleger zu erhalten.

 

Ausbildung zum Altenpfleger nebenberuflich oder in Teilzeit

Die Ausbildung kann auch in Teilzeitform absolviert werden und kann in bis zu 5 Jahren statt in 3 Jahren absolviert werden. Die wöchentliche Arbeitszeit dauert in der Regel 25 Stunden, statt 40 Stunden.

 

Weiterentwicklung der Pflegeberufe

Ab dem 1. Januar 2020 wird das Pflegeberufegesetz in Kraft treten und das Altenpflege- und Krankenpflegegesetz ablösen. Dieses Gesetz dient dazu, den Berufsbereich der Pflege aufzuwerten, attraktiverer zu machen und zu modernisieren. Kern dieser Veränderung ist eine „neue Ausbildung“ mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“, um eine generalistischen Ausbildung in der gesamten Pflege zu ermöglichen. Erst im 3. Ausbildungsjahr hast du die Möglichkeit dich zu spezialisieren und den Abschluss Altenpfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zu werden. Dies soll eine weitere Qualitätsverbesserung im Pflegesegment herbeiführen. Weitere Informationen findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier. 

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Welche Voraussetzungen brauchst du?

Schulabschluss für die Ausbildung zum Altenpfleger

Die wichtigste Voraussetzung ist die persönliche Eignung für den Beruf des Altenpflegers. Um eine Ausbildung zum Altenpfleger beginnen zu können, musst du folgende schulische Voraussetzungen erfüllen:

  • einen Realschulabschluss oder
  • einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, oder
  • einen Hauptschulabschluss und einen Abschluss in einer anderweitigen mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder
  • einen Hauptschulabschluss und den anerkannten Abschluss einer Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe oder
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung

 

Falls du diese Voraussetzungen nicht erfüllen kannst oder keinen Abschluss hast, dann stehen dir folgende Möglichkeiten zur Verfügung, um später diese Ausbildung zu beginnen:

  • Freiwilligendienst, bei denen du gleichzeitig deinen Hauptschulabschluss nachholen kannst und erste Erfahrungen im Pflegebereich sammeln kannst
  • Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) im Sozial- und Pflegebereich
  • Die Ausbildung zum Alltagsbetreuer in Pflegeheimen für Senioren oder Menschen mit Behinderung setzt keinen Schulabschluss voraus. Manchmal bekommst du zur bestandenen Prüfung deinen Hauptschulabschluss dazu.
  • Die Ausbildung zur Pflegeassistenz/Pflegehilfe kann auch ohne Schulabschluss in einigen Einrichtungen erlernt werden. ACHTUNG: Diese Ausbildung ist nicht vergleichbar mit der 1- bis 2-jährigen Ausbildung zum staatl. anerkannten Pflegeassistenten/Pflegehelfer.
  • Die Ausbildung zum Hauswirtschafter kann dir den Zugang zur Ausbildung des Altenpflegers ermöglichen.

 

Noten

Schulnoten spielen bei dieser Ausbildung nur nachgelagert eine Rolle. Die sozialen Fähigkeiten stehen hier im Vordergrund. Manche Ausbildungsbetriebe wünschen sich eine gute Note in Deutsch, da du viel mit den Senioren in Kontakt sein wirst und ihr euch gut verständigen solltet.

 

Stärken

Soziales Engagement steht an erster Stelle. Bei dieser Ausbildung sind andere Fähigkeiten gefragt:

  • Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen
  • Vertrauenswürdigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstständigkeit und Organisationstalent
  • Freude am Umgang mit hilfesuchenden Menschen
  • Keine Angst vor Körperkontakt und körperlicher Anstrengung

 

Sonstige Voraussetzung für die Ausbildung 

  • Amtliches Führungszeugnis (nicht älter als 3 Monate)
  • Gesundheitszeugnis (nicht älter als 3 Monate)
  • Deutschkenntnisse, um dem Unterricht mühelos zu folgen. Empfehlung: Sprachniveau B1

 

Ausbildung zum Altenpfleger als Ausländer oder Flüchtling

Als anerkannter Asylbewerber mit Aufenthaltstitel kannst du eine Ausbildung uneingeschränkt zum Altenpfleger annehmen und beginnen. Weitere Informationen findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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Was lernst du in der Altenpflegerausbildung?

 

In der Schule lernst du medizinische Grundlagen und die verschiedenen Aufgaben in der Pflege. Lerninhalte sind z.B. die Anleitung und Ansprache hilfsbedürftiger Menschen. Du lernst wie man mit den Senioren umgeht und Ihnen den Tag versüßt. Neben Therapie-Maßnahmen und rechtlichen Vorgaben lernst du auch den Umgang mit schwierigen Situationen anhand von Fallbeispielen und Rollenspielen umzugehen z.B. welche Medikamente bekommt ein Alzheimer-Patient und welche Voraussetzungen müssen hierfür gelten. Zudem beschäftigst du dich in der Berufsschule um die verschiedenen Pflegemodelle und setzt dich mit den Vor- und Nachteilen auseinander. Die Fächer Mathe und Deutsch sind wichtig, da du Pflegeprotokolle erstellen musst und die richtigen Worte finden solltest in Gesprächen und Beratungen mit Angehörigen.

 

Den größten Teil deiner Ausbildung verbringst du in deiner Pflegeeinrichtung, hier lernst du den Umgang mit den alten Menschen und deren Pflege zu üben. Im Laufe deiner Ausbildung wirst du mit deinen Senioren ein Dream-Team und der ständige Kontakt baut starkes Vertrauen zueinander auf.

 

Weitere Inhalte der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Interessante Fachbücher zum Thema Altenpflege findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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Was verdienst du in der Altenpflegerausbildung?

Durchschnittliche Ausbildungsvergütung (€/Monat)

Zusätzliche Zulagen zu deinem Gehalt

Das Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Zuschläge bzw. Zuschüsse sind je Einrichtungsträger und Tarifverträgen unterschiedlich und können variieren. Dein Gehalt und deine Zulagen hängen davon ab, ob du in einer privaten, kirchlichen Einrichtung oder im öffentlichen Dienst beschäftigt bist.

 

Urlaubsanspruch während deiner Ausbildung

Dein Urlaubsanspruch ist abhängig davon, ob in deinem Ausbildungsvertrag Werktage oder Arbeitstage angegeben sind. Werktage sind alle Tage von Montag bis Samstag, die Woche hat also 6 Werktage (auch wenn du nur 5 Tage arbeitest). Arbeitstage sind die Tage die du regelmäßig arbeiten musst und können demnach auch nur 5 Tage pro Woche sein. Gesetzlich stehen dir mindestens 24 Werktage = 20 Arbeitstage Urlaub zu.

Minderjährige haben lt. § 19 Jungendarbeitsschutzgesetz folgenden Urlaubsanspruch: 

  • mindestens 30 Werktage = 25 Arbeitstage, wenn du zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt bist
  • mindestens 27 Werktage = 23 Arbeitstage, wenn du zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt bist
  • mindestens 25 Werktage = 21 Arbeitstage, wenn du zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt bist

Es kann sein, dass dein zukünftiger Arbeitgeber an einem Tarifvertrag angeschlossen ist, dann hast du meistens mehr Urlaubstage als der gesetzliche Urlaubsanspruch.

 

Tarife

Neben den Tarifen im öffentlichen Dienst (TvöD) gibt es auch kirchliche Tarifverträge (Arbeitsvertragsrichtlinien, AVR) und private Vergütungsmodelle (z.B. Privatkliniken, private Pflegeheime. Hier solltest du dich informieren, ob dein zukünftiger Arbeitgeber einem Tarifvertrag angeschlossen ist, denn oft sind Vereinbarungen (wie z.B. Urlaubstage oder Weihnachtsgeld) in  Tarifverträgen besser als die gesetzlichen Regelungen gestellt. Je nach Träger kann dein Gehalt variieren, wobei auch private Vergütungsmodelle durchaus interessant sein können. Hier gibt es viele Möglichkeiten.

 

Anträge

BaföG

Die Ausbildung zum Altenpfleger kann durch BaföG gefördert werden. Deinen Antrag für Schülerförderung erhältst bei dem entsprechenden Ämtern für Ausbildungsförderung. Bei der Berechnung und der Prüfung, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf BaföG besteht, kommt es darauf an, wieviel du und deine Eltern verdienen und ob du noch in deinem Elternhaus wohnst. Weitere Informationen findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

Bundesagentur für Arbeit – Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Die Bundesagentur für Arbeit bietet deine Förderung namens Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Die BAB unterstützt dich in deinen anfallenden Kosten während deiner Ausbildung. Um diese Förderung zu erhalten musst du einen Antrag stellen, diesen findest du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

Um diese Förderung zu erhalten musst du einige Kriterien erfüllen:

  • Deutscher Staatsangehöriger
  • Gültiger Arbeitsvertrag muss vorliegen
  • Während deiner Ausbildung keinen Wohnsitz bei deinen Eltern, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit weg ist

Grundsätzlich hängt die Höhe der BAB von deinem Gesamtbedarf und des anzurechnenden Einkommens ab (eigenes, deiner Eltern, Ehepartners bzw. Lebenspartners). Die Förderhöhe kannst du Öffnet externen Link in neuem Fensterhier mit dem BAB-Rechner ermitteln.

 

Wohngeld

In der Regel erhältst du kein Wohngeld, wenn du BaföG- oder BAB-Berechtigt bist. Ein Wohngeld-Antrag macht demnach Sinn, wenn du in einem gemischten Haushalt lebst, in dem u.a. nicht BaföG- oder BAB-Berechtigte wohnen oder du bereits eine zweite Ausbildung machst und volljährig bist.

 

Kosten der Ausbildung

Da die Ausbildung zum Altenpfleger eine schulische Ausbildung ist, können z.B. private  Berufsfachschulen ein Schulgeld und/oder eine Aufnahmegebühr verlangen. Diese können ungefähr folgende Kosten betragen:

  • Schulgeld: ca. 95 €/Monat
  • Anmeldegebühr: ca. 100 € einmalig
  • Prüfungsgebühr: ca. 140 € einmalig

 

Gehalt nach deiner Ausbildung

Hier kommt es darauf an, bei welchem Arbeitgeber du angestellt bist und welchem Tarifvertrag dieser angeschlossen ist. Hier eine mögliche Übersicht:

  • staatliche Einrichtungen (TVöD-Pflege): 2.000 bis 2.300 €/Monat
  • kirchliche Einrichtungen (Arbeitsvertragsrichtlinien, AVR): Anfangsgehalt 2.700 €/Monat
  • private Einrichtungen (z.B. Privatkliniken, private Pflegeheime): legen eigene Gehälter fest

 

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Welche Weiterbildungsmöglichkeiten hast du?

Fortbildung

Nach deiner Ausbildung zum Altenpfleger stehen dir viele Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wer sich weiterentwickeln will und/oder eine höhere Position einnehmen möchte stehen viele Wege offen. Es gibt für dich unterschiedliche Fortbildungsmöglichkeiten: Erhaltungs-, Erweiterungs-, Anpassungs- und Aufstiegsfortbildungen. Wenn du Fachrichtung wechseln möchtest, dann solltest du eine Erhaltungsfortbildung machen. Die Erweiterungsfortbildung dient dazu dir neue Kompetenzen anzueignen, z.B. Pflege von Menschen mit Schlaganfall. Um den technischen Fortschritt stand zuhalten, solltest du Anpassungsfortbildungen vornehmen (z.B. neue EDV-Systeme usw.). Strebst du nach höheren? Dann solltest du eine Aufstiegsfortbildung wahrnehmen.

Folgende Fortbildungsmaßnahmen gibt es im Altenpflegeberuf:

  • Wundmanagement
  • Gerontopsychiatrie
  • Sterbebegleitung
  • Case Management
  • Schmerztherapie
  • Bobath-Konzept
  • Basale Stimulation®
  • Hospizpflege
  • Balsamkurse
  • Praxisanleitung von Azubis / Mentorenprogramm
  • Beauftragter für Qualitätsmanagement

 

Weiterbildung Pflegedienstleitung, Wohnbereichsleitung, Heimleitung

Weiterbildungen werden gemacht mit dem Ziel einer Qualifizierung, um weiter zu kommen und Führungsaufgaben mit zu übernehmen. Die Dauer der Weiterbildungen sind unterschiedlich und können bereits nach einigen Wochen abgeschlossen sein, andere dauern bis zu 3 Jahre. Die Weiterbildung endet meistens mit einer Prüfung inkl. anerkannten Zertifikat und einer neuen Berufsbezeichnung. Hier einige Beispiele:

 

  • Fachwirt in der Alten- und Krankenpflege bzw. Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen (NEU)
  • Fachaltenpfleger für: Psychiatrie, gerontopsychiatrische Pflege, Palliativ- und Hospizpflege, Onkologie oder Geriatrie und Rehabilitation
  • Fachgesundheits- und Krankenpfleger für: gerontopsychiatrische Pflege, Endoskopie- und Operationsdienst, Anästhesie- und Intensivpflege, Notfallpflege, psychiatrische Pflege, Nephrologie, Pallitaiv- und Hospizpflege, onkologische Pflege, Rehabilitation- und Langzeitpflege, klinische Geriatrie,
  • Hygienefachkraft
  • Lehrer für Krankenpflege
  • Pflegedienstleitung (PDL)
  • Heimleitung (HL)
  • Ausbilderschein / Ausbildereignungsprüfung
  • Alltagsbegleiter/in nach § 87 b SGB XI

 

Kosten einer Weiterbildung

Weiterbildungen werden in der Regel extern stattfinden und entsprechende Kosten verursachen, die häufig vom Arbeitgeber übernommen werden. Die Kosten sind abhängig von Art und Dauer der Weiterbildung und können bis zu 1.200 € betragen. Falls nicht gibt es Möglichkeiten zur Förderung der Weiterbildung, z.B. Meisterbafög oder Bildungsprämie des Bundes (bis zu 500 € Förderung möglich). In einigen Bundesländern gibt es auch den Bildungscheck siehe Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

 

Studium

Mit Abschluss deiner Ausbildung (Voraussetzung abgeschlossene Fachoberschulreife) kannst du deine Fachhochschulreife erlangen. Dies ermöglicht dir ein Studium an einer Fachhochschule zu beginnen. Es stehen dir bis zu 50 Pflegestudiengänge zur Verfügung, um eine leitende Funktion einnehmen zu können. Grundsätzlich dauert ein Bachelorstudiengang 6 Semester (3 Jahre). Nach deinem Bachelorstudiengang kannst du noch ein Aufbaustudium (Master) absolvieren, dies wird mit einer Regelstudienzeit von 4 Semestern (2 Jahre) angesetzt. Hier findest du einige Studiengänge als Beispiel: 

  • Pflegemanagement/Pflegeleitung
  • Pflegewissenschaft
  • Pflegepädagogik
  • Gesundheitsmangagement und Betriebswirt im Gesundheitswesen
  • Gesundheits- oder Medizininformatik
  • Aufbaustudium Gerontologie
  • Promotion im Bereich Pflegewissenschaften (Hochschulstudium)

 

Berufsbegleitende Ausbildung zum Altenpfleger

Fortbildungen und Weiterbildungen kannst du häufig bequem während deiner täglichen Arbeit absolvieren. Ein Studium ist in der Regel ein Vollzeitstudium, kann aber auch berufsbegleitend in den Abendstunden und/oder am Wochenende stattfinden. Mit dem Fernstudium Pflegemanagement oder Pflegewissenschaften kannst du nach mehreren Semestern den Bachelor oder Master berufsbegleitend erlangen, um ins Management einsteigen zu können.

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Deine Übernahmemöglichkeiten und Zukunftschancen

Nach der Ausbildung

Die Übernahmemöglichkeiten bei Eignung sind hervorragend. Aufgrund des demografischen Wandels steht Deutschland vor einer großen Herausforderung und muss zukünftig den Mangel an Pflegefachkräften bewältigen. Der Anteil von Pflegebedürftigen Menschen wird stetig wachsen und immer größere Bedeutung erlangen. Somit hast du sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum Altenpfleger als Fachkraft zu arbeiten.

 

Interview und Erfahrungsbericht mit einem Azubi

Saskia 21 Jahre aus Steinfurt macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Sie besucht eine Altenpflegeschule und durchläuft die praktische Ausbildung in einem Seniorenheim. Hier erfährst du ihre Erfahrungen im Interview:

 

Frage: „Wie bist du auf die Ausbildung zur Altenpflegerin gekommen?“

Saskia: „Nach meinem Realschulabschluss entschied ich mich für ein FSJ (Freiwilliges soziales Jahr) und konnte die ersten Erfahrungen in der Pflege und dem Umgang mit alten Menschen sammeln. Ich stellte fest, dass meine Stärken genau in diesem Bereich liegen und mir die Arbeit mit alten Menschen sehr viel Spaß machte.“

 

Frage: „Wie sieht deine tägliche Arbeit aus?“

Saskia: „Morgen kümmere ich mich um die Grundpflege meiner Bewohner. Ich unterstütze sie beim Waschen, anziehen, Haare kämmen usw.. Danach animiere ich die Bewohner Bewegungsabläufe richtig aus- und durchzuführen Diese Anleitung lerne ich in der Berufsfachschule. Ich übernehme Aufgaben, wie die Zubereitung des Frühstücks oder alltägliche Arbeiten im Stationsdienst z.B. die Behandlungspflege usw.“

 

Frage: „Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen?“

Saskia: „Die wichtigste Eigenschaft stellt mit Sicherheit das Einfühlungsvermögen dar. Es ist wichtig keine Berührungsängste zu haben und offen mit fremden und alten Menschen umzugehen.“

 

Frage: „Was findest du besonders toll an deiner Ausbildung?“

Saskia: „Am meisten freut es mich, wenn ich meinen Bewohnern ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Es macht mich glücklich das Vertrauen und Anerkennung von diesen Menschen zu erhalten. Ich bin stolz auf meine Arbeit und freue mich etwas Gutes in der Gesellschaft zu tun.“

 

Frage: „Was gefällt dir gar nicht?“

Saskia: „Leider hat man zu wenig Zeit, um sich noch mehr zwischenmenschlich um die Bewohner zu kümmern. Ich würde mir wünschen mehr Zeit für die Bewohner aufbringen zu können.“

 

Frage: „Wie bist du an deine Ausbildungsstelle gekommen?“

Saskia: „Ich habe die Stelle Online gefunden und habe mich klassisch per Post beworben. Die Idee von azubi-me, gefunden zu werden, finde ich sehr gut. Es spart viel Arbeit und man lernt viele Unternehmen kennen, die man vorher nicht gekannt hatte.“

 

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Das erwartet dich bei azubi-me

  • regionale Unternehmen finden dich und kommen auf dich zu
  • keine lästigen Bewerbungen schreiben
  • alles über dein Smartphone möglich
  • kostenloses Ausbildungsportal

Deine Bewerbung zum Altenpfleger

 

Eine Bewerbung zum Altenpfleger sollte ein Anschreiben, einen Lebenslauf, Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen, ggf. Bescheinigung über ein FSJ, Arbeitszeugnisse aus Nebenjobs oder anderen Tätigkeiten, Bescheinigungen über soziales Engagement etc. gehören. Erstelle am besten eine Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen. Achte bei deiner Bewerbung auf Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und Sorgfalt, lasse deine Unterlagen ggf. nochmal von deinen Eltern oder Bekannten gegenlesen.

Anschreiben

Das Anschreiben dient dem Arbeitgeber dazu, dich etwas kennenzulernen. Beachte, dass das Anschreiben in deiner Bewerbungsmappe immer oben auf und nicht in der Bewerbungsmappe liegt. Das Anschreiben ist immer das erste was der Arbeitgeber zu lesen bekommt. Daher solltest du auf folgende Inhalte in deinem Anschreiben achten:

  • Wie bist du auf die Stelle aufmerksam geworden? Formuliere den Wunsch deine Ausbildung in diesem Unternehmen zu absolvieren
  • Was machst du gerade (Schule; Praktikum, FSJ usw)?
  • Welche Erfahrungen hast du bereits in diesem Bereich sammeln können?
  • Welche Stärken hast du, die mit dem  Beruf übereinstimmen?
  • Welche Motivation hast du diese Ausbildung zu machen?
  • Warum bist du der Richtige für diese Ausbildung?
  • Bitte um ein Vorstellungsgespräch!

 

Achte darauf, dass dein Anschreiben nicht länger als eine DIN A4 Seite lang ist. Der Betreff sollte aussagekräftig sein, damit der Personaler direkt sehen kann auf welche Stelle du dich bewirbst. Jedes Anschreiben soll individuell sein, daher beschäftige dich vorab mit dem Unternehmen bei dem du dich bewirbst und schreibe nicht immer den gleichen Text. Dein Anschreiben darf keine Rechtschreibfehler enthalten und sollte formal geschrieben sein. 

Leitet Herunterladen der Datei einHier findest du ein Muster!

Gerne kannst du auch ein kurzes allgemeines Anschreiben in deinem Profil auf azubi-me hochladen, dann können die Unternehmen sich direkt ein persönliches Bild von dir machen. Halte dieses allgemein und überzeuge von dir und deine Stärken.

 

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist dein persönlicher Steckbrief. Er beinhaltet deinen bisherigen Werdegang und sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Kontaktdaten inkl. Handynummer und E-Mail Adresse
  • Schulischer Werdegang (Beginne bei der Grundschule)
  • Berufserfahrung (z.B. FSJ, Praktika usw.)
  • Sprachkenntnisse
  • Hobbies und Ehrenämter
  • Sonstige Kenntnisse und Fähigkeiten (Sprach-, EDV- und Computerkenntnisse)
  • Führerschein

Sobald du dein Profil auf azubi-me vollständig ausgefüllt hast, kannst du dir deinen Lebenslauf automatisch generieren lassen. Hier kannst du dir ein Muster ansehen.

Vorstellungsgespräch

Wenn du eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhältst, dann solltest du dich gut darauf vorbereiten, denn dann bist du ruhig und sicher. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, denn dein Gesprächspartner will dich kennenlernen.

 

Fragen zum Vorstellungsgespräch

Meistens beginnt das Gespräch sehr locker mit einer kurzen Vorstellungsrunde, um das Eis zu brechen. Die erste Aufforderung kann sein, dass du etwas von dir erzählen sollst. Überlege dir daher vorher schon was du von dir erzählen möchtest und nicht ins überlegen gerätst.

Typische Fragen mit denen du fast immer rechnen kannst, sind folgende:

  • Warum möchtest du Altenpfleger werden?
  • Warum möchtest du deine Ausbildung bei unserer Einrichtung machen?
  • Hast du bereist Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt, die dir in der Ausbildung weiterhelfen?
  • Was sind deine persönlichen Stärken und was sind deine persönlichen  Schwächen?

Es ist wichtig, dass auch du Fragen vorbereitest, denn dies zeigt ein großes Interesse an der Ausbildung und dem Ausbildungsbetrieb. Beschäftige dich mit dem Unternehmen, nutze dazu die Homepage und stelle Fragen zum Unternehmen. Fragen die du stellen könntest, wären folgende:

  • Habe ich einen persönlichen Ansprechpartner, der mir während der Ausbildung zur Seite steht?
  • Welche Übernahmemöglichkeiten gibt es im Unternehmen?
  • Wie groß ist die Einrichtung? Bzw. wieviele Senioren gibt es?

 

Dresscode beim Vorstellungsgespräch

Bei einem Bewerbungsgespräch für eine Ausbildung zum Altenpfleger gibt es keinen besonderen Dresscode. Es ist wichtig, dass du dich wohlfühlst. Selbstverständlich solltest du saubere und ordentliche Kleidung tragen, schließlich stellst du dich bei deinem neuen potentiellen Arbeitgeber vor. Jungs können in Jeans und einem schicken Hemd und Mädchen in einer netten Bluse zum Gespräch gehen. Wenn du Piercings im Gesicht oder Tattoos haben solltest, dann beschäftige dich damit, ob die gewählte Einrichtung offen dem gegenüber steht oder du diese besser herausnehmen oder verstecken solltest. Gerade im Gesundheitssektor können Piercings im Gesicht gegen Arbeitsschutzvorschriften verstoßen. Grundsätzlich stehen aber deine persönlichen Eigenschaften im Vordergrund.

 

Damit kannst du beim Vorstellungsgespräch punkten

 

  • Ca. 1,5 Mio. Menschen in Deutschland arbeiten im Pflegebereich
  • 2020 tritt das neue Pflegeberufegesetz in Kraft
  • 73% der Mitarbeiter im Pflegebereich sind Frauen
  • Für das Jahr 2020 werden 2,94 Mio. pflegebedürftige Menschen erwartet
  • 2,25 Mio. pflegebedürftige leben in Deutschland, davon leidet 1 Mio. an Demenz

 

Einstellungstest

In der Regel werden keine Einstellungstest in deinem Bewerbungsverfahren als Altenpfleger gemacht.

 

Arbeitsvertrag

Da es gerade in der Altenpflege unterschiedliche Einrichtungen mit unterschiedlichen Tarifverträgen gibt, sind alle Ausbildungsverträge unterschiedlich. Jedoch sollten alle folgenden Inhalt haben und in schriftlicher Form geschlossen werden:

  • der Beginn und die Dauer der Ausbildung
  • die Berufsbezeichnung nach abgeschlossener Ausbildung (Altenpflegerin bzw. Altenpfleger)
  • der inhaltliche und zeitliche Ablauf der praktischen Ausbildung
  • die regelmäßige, tägliche und wöchentliche Arbeitszeit
  • die Höhe der monatlichen Ausbildungsvergütung
  • die Dauer der Probezeit
  • die Zahl der jährlichen Urlaubstage (in der Regel in den Ferien der Altenpflegeschule)
  • die Voraussetzungen zur Kündigung des Ausbildungsvertrages

 

Falls du minderjährig sein solltest, dann muss dein gesetzlicher Vertreter den Ausbildungsvertrag mit unterschreiben. Oft werden Einverständniserklärungen im Arbeitsvertrag angehangen, die darauf hinweisen, dass die Altenpflegeschule und der Träger der praktischen Ausbildung sich über Fehlzeiten, Ausbildungsprobleme und Vorgänge und Ausbildungsstand informieren.

 

Arbeitszeugnis

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung zum Altenpfleger hast du ein Anrecht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Dieses MUSS immer „wohlwollend“ formuliert sein und darf nicht nachteilig für dich ausfallen. Dieses Arbeitszeugnis besteht grundsätzlich aus folgenden Inhalten:

  • einer Einleitung
  • der Unternehmensbeschreibung des Ausbildungsbetriebes
  • der Beschreibung deiner Aufgaben
  • die Beurteilung deiner Leistungen
  • die Bewertung deines Verhaltens
  • einer allgemeinen Schlussformel

 

Dabei kann jeder Punkt in weitere Unterpunkte gegliedert sein. Durch die Verwendung von „versteckten“ Noten in Formulierungen, kannst du schnell erkennen, wie der Ausbildungsbetrieb dich beurteilt. Folgende Formulierungen werden häufig verwendet:

 

Note 1 = Ihre Leistungen „waren stets sehr gut“

Note 2 = Ihre Leistungen waren „sehr gut“ oder „stets gut“

Note 3 = Sie haben „stets zu unserer Zufriedenheit“ oder „zu unserer vollen Zufriedenheit“ gearbeitet, aber halt nicht stets.

Note 4 = Sie erledigten die Ihnen übertragenen Aufgaben „zu unserer Zufriedenheit“

Note 5 = Sie haben sich „bemüht“ die Ihnen „übertragenen Aufgaben zu erfüllen

 

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